15.09.2017 - 11:28 Uhr
RiedenSport

Spielgemeinschaft aus Rieden und Vilshofen führt A-Klasse Süd an Ein Duo macht die Mischung

Amberg. Die erste Fußballmannschaft des FC Rieden hatte es sogar schon mal in die höchste Ebene des Bezirks geschafft - das ist lange her. Jetzt steht der 1. FC in der Kreisliga auf einem starken zweiten Rang. Die Reserve führt derzeit die Tabelle der A-Klasse Süd an, ist in einer Spielgemeinschaft mit dem SV Vilshofen. Der stellte vor zwei Spielergenerationen noch eine erste und zweite Mannschaft im Herrenbereich, das ist so personell schon länger nicht mehr zu schultern.

Ein nicht allzu seltenes Bild: Die Spieler der SG Rieden II/SV Vilshofen beim kollektiven Torjubel. Bild: Ziegler
von Autor WFOProfil

Deswegen gibt es seit zwei Jahren die Spielgemeinschaft des FC Rieden mit seinem Nachbarn. Im Vilstal wächst die Zufriedenheit mit dem zweiten Anzug, der sich im vergangenen Jahr nach einem überschaubaren Start noch auf den dritten Platz nach vorne gespielt und nur ganz knapp die Aufstiegsrelegation verpasst hat.

Die Karten sind neu gemischt und im Vilstal ist man für den Schlager der A-Klasse Süd gerüstet, wenn der Tabellenzweite SG Etzenricht II/Luhe-Wildenau II seine Aufwartung beim noch ungeschlagenen Tabellenführer macht. Das wird ein spannendes Match werden - die Heimelf hat viermal gewonnen und drei Unentschieden eingefahren, zu Hause im Nachbarschaftsderby gegen den SV Schmidmühlen II sowie in Auerbach und beim SV Inter Bergsteig Amberg II.

Die Gäste haben auch vier Siege, zwei Remis - aber eine deutliche Niederlage am dritten Spieltag gegen den SSV Paulsdorf II zu verzeichnen. Die SG Rieden II hat die beste Abwehr (sechs Gegentreffer), die SG Etzenricht II den besten Angriff (20 Tore). Da werden sich noch mehr als die ohnehin schon erfreulichen vielen Fans am Sportgelände tummeln, denn diese Fan-Geschichte der zweiten Mannschaft ist außergewöhnlich: Etliche Reserven in der A-Klasse müssen mit einem eher dezenten Interesse an ihren Spielen zurecht kommen, bei der SG Rieden II/Vilshofen I sind immer "so 70 bis 80 Fans mit dabei", freut sich Trainer Matthias Rauscher. "Sogar zu den Auswärtsspielen fahren Fans mit und diese Unterstützung ist für uns ein riesengroßer Pluspunkt", so der Übungsleiter. "Unsere zweite Mannschaft ist ein richtig eingeschworener Haufen, eine tolle sportliche Familie geworden", freut sich Rauscher auch über die Harmonie, das Miteinander und die sehr guten Rahmenbedingungen, denn "für die zweite Mannschaft haben wir im Schnitt 16 bis 18 Spieler im Training". Das sind traumhafte Zahlen, die ein wichtiger Baustein für den sportlichen Erfolg sind. Aber es gibt auch ein perfektes Einvernehmen mit der Kreisligamannschaft, "denn wenn die Spieler braucht, wird ausgeholfen. Und wenn Spieler neu zu uns kommen, wie in der Sommerpause zwei junge Sportler aus der JFG, gehören die natürlich sofort zu uns, werden schnell aufgenommen, da gibt es gar nix Anderes."

Nach der Einschätzung des Coaches werden vier bis fünf Mannschaften die Liga dominieren: "Die haben sich oben auch schon festgesetzt. Wir sind auch sehr motiviert und wollen schauen, was heuer geht", peilt Rauscher auf alle Fälle eine starke Platzierung an. Da spielen auch der Schwung der Rückrunde und eine eingespielte Mannschaft eine sehr positive Rolle.

Das Scherflein, das der rührige SV Vilshofen zu diesen sportlichen Zielen beiträgt, ist klein aber fein - sind aber nicht die letzten Mohikaner: Tobias Dobler und Maxi Graf halten derzeit die Vereinsfarben hoch, aber die Nachwuchsarbeit gibt Hoffnung, dass sich wieder ein bisschen mehr tut. Doch das ist noch Zukunftsmusik, jetzt soll erst im Top-Spiel der A-Klasse Süd gepunktet werden.

Es sind immer 70 bis 80 Fans mit dabei. Sogar zu den Auswärtsspielen fahren Fans mit, und diese Unterstützung ist für uns ein riesengroßer Pluspunkt.Matthias Rauscher, Trainer der SG Rieden II/SV Vilshofen I

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