Stern weist den Weg
Riedener feiern Stodlweihnacht mit Krippenspiel

Schüler der ersten bis fünften Klassen führten ein Krippenspiel auf. Mit Strohballen war im Stadel für die Aufführung der Kinder ein stimmungsvolles Ambiente geschaffen worden. Bilder: sön (3)
Vermischtes
Rieden
19.12.2016
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König Herodes bangte um seine Macht, verfolgte argwöhnisch das Geschehen beim Krippenspiel.

Viele Menschen zogen mit Laternen und Fackeln vom Marktplatz los. Loderndes Lagerfeuer wies ihnen den Weg. Ziel war der Rösslwirtsstadl am Schweinsberg. Dort feierten die Riedener Bürger ihre traditionelle Stodlweihnacht.

Mit "Ihr Kinderlein kommet" hieß eine Bläsergruppe der Blaskapelle St. Georg die Besucher zu der vom Heimatverein organisierten Veranstaltung willkommen. Mit "Zündet die Kerzen an" stimmte der Riedener Dorfgesang, mit dem "O Wunder, was will das bedeuten" die "Hirt'n" auf das Weihnachtsfest ein. Franz Fuchs las drei Geschichten zur Weihnachtszeit - "etwas ungewohnt, mit viel Humor, aber auch viel zum Nachdenken". Eine handelte von Tieren, die über die Hauptsache von Weihnachten diskutierten. Alle dachten nur an sich selbst. Bis der Ochse, vom Esel mit einem Tritt erinnerte, an "das Kind, ja ja, das Kind ist die Hauptsache" und der Esel fragte: "Wissen das eigentlich die Menschen?"

Ein weihnachtlicher Kriminalfall handelte von der "Entführung aus der Krippe", das Bekennerschreiben war an das "liebe Kristkind!" gerichtet. Franz Fuchs trug außerdem das Gedicht "Das Lebkuchenherz" vor. Der Riedener Dorfgesang leitete mit "Menschen auf dem Weg" auf das Krippenspiel über. Mit Strohballen war dafür im Stadel ein stimmungsvolles Ambiente geschaffen worden. Schüler der ersten bis fünften Klasse hatten mit Michaela Hetzenecker und Andrea Höfler dieses Stück einstudiert. Die Kinder erzählten nach, wie König Herodes von der Geburt des "Königs der Juden" erfuhr und um seine Macht bangte. Die Mädchen und Buben zeigten, wie der Engel des Herrn die frohe Botschaft verkündete, Maria und Josef in Bethlehem keine Unterkunft und nur in einem Stall Unterschlupf fanden. Die Schafhirten wurden vom Stern geblendet, dieser wies auch den drei Gelehrten aus dem Morgenland den Weg zur Krippe. Die Bläsergruppe, die Hirt'n und der Riedener Dorfgesang gestalteten musikalisch das Krippenspiel und stimmten mit ihren Liedern auf Weihnachten ein.

s stellvertretender Bürgermeister Josef Weinfurtner gab den Teilnehmern drei Wünsche mit auf den Weg: Jeden Tag ein bisschen Liebe zu schenken, ein wenig Hilfe für den Nächsten, aber auch kindliche Freude. Denn: "Wer ein Lächeln schenkt, bekommt auch ein Lächeln zurück." Pfarrer Gottfried Schubach zitierte aus der Weihnachtsbotschaft, in der es heißt: "Und Friede den Menschen seines Wohlgefallens". Doch es herrsche ziemlich viel Unfrieden in der Welt. Der Geistliche nannte den Krieg in Syrien und erzählte von einem ihm bekannten Flüchtling, der vor ein paar Tagen seinen Ablehnungsbescheid bekommen habe. "Er hat nun wirklich Angst, zurück zu müssen in seine Heimat, die es ja so nicht mehr gibt."

Der Dank des Heimatvereins-Vorsitzenden Hubert Haas galt allen Mitwirkenden der Stodlweihnacht. Zum Abschluss sangen alle das Weihnachtslied "O du fröhliche". Am Lagerfeuer konnten sich die Besucher anschließend aufwärmen. Auch Glühwein und Bratwürste vom Grill wurden angeboten.

Wer ein Lächeln schenkt, bekommt auch ein Lächeln zurück.Josef Weinfurtner
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