Wildkräuterspaziergang rund um Ensdorf mit Naturführerin Daniela Reisch
Breitwegerich gegen Käsefüße

Auch am Ufer der Vils sammelte Naturführerin Daniela Reisch Wildkräuter und gab Tipps an die Teilnehmer der Kräuterwanderung. Bild: sön
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03.07.2017
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Ensdorf. (sön) Wer Probleme mit Schweißfüßen hat, kann sich mit einem Breitwegerich-Fußbad behelfen oder die Blätter zwischen Socken und Fuß tragen: Das wirkt erfrischend und verhindert unangenehme Gerüche. Diese und weitere Tipps haben Kräuterinteressierte von der Naturführerin Daniela Reisch bei einem Spaziergang durch die Umgebung von Ensdorf erfahren.

"Mit dem gesamten Schierling, der an den Vilsauen zwischen Amberg und Ensdorf wächst, könnte man die ganze Oberpfalz um die Ecke bringen," erklärte die Biologin. Schon in der Antike war der Schierlingsbecher eine beliebte Hinrichtungsmethode, so soll Sokrates durch das Kraut seinen Tod gefunden haben. Besonders leicht zu verwechseln ist der Schierling mit dem Wiesenkerbel, der sich im Gegensatz zum Schierling zum Würzen und Entgiften eignet.

Mohn ist Blume des Jahres

Daniela Reisch erklärte unter anderem, dass die Blätter des Kompasslattichs nach Norden und Süden ausrichten, dass Mädesüß schmerzlindernd wirkt, Holunderbeeren stärkend wirken und der Klatschmohn die Wildblume des Jahres 2017 ist. Abschließend konnten die Teilnehmer im Klosterhof Mohngelee, Rosensirup, Brennnessel-Pesto und andere Leckereien probieren. Weitere Termine der nächsten Kräuterwanderungen und andere Veranstaltungen der Umweltstation Kloster Ensdorf sind unter: www.kloster-ensdorf.de zu finden.
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