18.08.2014 - 00:00 Uhr
SchirmitzOberpfalz

CSU setzt sich im Gemeinderat mit neun gegen fünf SPD-Stimmen durch - Wunsch der Bürger Mehrheit für Boccia-Bahn

von Norbert DuhrProfil

Die neue Freizeitanlage an der Waldnaab erhält mit der Errichtung einer Boccia-Bahn eine zusätzliche Attraktion. Sie wurde in der Gemeinderatssitzung am Montag nach längerer Aussprache mit den 9 Stimmen der CSU gegen die 5-köpfige SPD-Fraktion und gegen Bedenken der Vertreter des Architekturbüros Harth & Flierl aus Amberg durchgeboxt. Die Bahn soll in einer Länge von 15 Metern und drei Metern Breite entlang des Zaunes der Freizeit-/Schulsportanlage kostengünstig von der Firma Schieder, Bechtsrieth, erstellt werden.

Bürgermeister Ernst Lenk verwies in der Diskussion über das nicht unumstrittene Projekt darauf, dass man zur Abgrenzung der Bahn vorhandene Randsteine der Gemeinde verbauen könne. Josef Ruhland (SPD) sah Probleme in der späteren Pflege der Anlage. Diesen Einwand entkräftete Bürgermeister Lenk mit der Feststellung, dass die Anlage genauso wie die übrige Fläche des neuen Freizeitbereichs von den Gemeindearbeitern gepflegt werde. Thomas Linder (SPD) befürchtete, dass die Finanzierung der Boccia-Bahn sich auf die zu sanierende Fun-Arena auswirken könnte. Dem entgegnete Lenk: "Beides hat miteinander nichts zu tun."

Nur wenig Kosten

Markus Dobmeier (CSU) argumentierte, dass bei der Bürgerbefragung sieben Mal der Wunsch nach einer Boccia-Bahn geäußert worden sei. Außerdem könne dieses Freizeitvergnügen kostengünstig verwirklicht werden. Auch Cornelia Hofmann (CSU) befürwortete die Kugelspielbahn als Bereicherung für Jung und Alt, die sich auch nach den Worten des Gemeindeoberhaupts harmonisch in die gesamte Freizeitanlage einfügen würde.

Karl Bodensteiner (CSU) meinte dagegen, dass man die Boccia-Bahn besser in den Spielplatz an der Blütenstraße integrieren sollte. Dem widersprach Dobmeier. Er sah die Bahn im neuen Freizeitpark als sinnvoller an. Auch VG-Geschäftsstellenleiter Dieter Schobert bezeichnete die Planung als gut. "Die Boccia-Bahn ist eine Forderung der Bürger", bekräftigte er. Karl Balk (CSU) nannte das Vorhaben ebenfalls eine gute Idee, zumal durch dieses Angebot jüngere und ältere Generationen zusammengeführt werden könnten. Balk konnte sich auch die Nutzung der Boccia-Bahn durch die Mittagsbetreuung der Grundschule vorstellen.

Bedenken der Planer

Bedenken äußerten die Architekten Simone Reil und Michael Flierl: Das Boccia-Spielen könnte den Betrieb beim Grillen stören. Außerdem hätten sich Fachleute gegen eine "halbe" Boccia-Bahn, die nicht professionell betrieben werde, geäußert. Die CSU-Fraktion sah die Einrichtung aber als Freizeitspaß an und plädierte einstimmig für die Verwirklichung. Die SPD-Riege stimmte dagegen.

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