07.07.2017 - 20:36 Uhr
SchirmitzOberpfalz

Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" Prüfender Blick in Schirmitz

Die Gemeinde Schirmitz ist auf einem guten Weg. Zu diesem Urteil kommt eine 16-köpfige Jury des Bezirks. Als einzige Kommune im Landkreis beteiligt sich Schirmitz am Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden".

Bürgermeister Ernst Lenk (Vierter von rechts) führte die Juroren durch viel Grün im Ort und zeigte ihnen die neuen Pflanzungen, wie zum Beispiel den Blühstreifen (links). Bild: du
von Norbert DuhrProfil

Mit dem grünen Band durch die Ortsmitte sei die Gemeinde Schirmitz bestens aufgestellt. "Die Entwicklungskonzepte und -pläne sind gelungen." Die Vertreter der Gemeinde haben nach dem Rundgang durch den 2000-Seelen-Ort ein "gutes Gefühl". Die Kommission des Bezirks lobte viel und kritisierte wenig. Nur einige Tipps gab es. Zum Bezirksentscheid empfing Bürgermeister Ernst Lenk am Donnerstag 16 Juroren aus der Oberpfalz. Ihr Vorsitzender ist der Fürther Landwirtschaftsdirektor Josef Hofbauer. Lenk erklärte den Gästen, ein lebendiges Dorfleben und eine starke Dorfgemeinschaft hätten die Teilnahme der Gemeinde am Wettbewerb möglich gemacht. "Die Aufnahme in das Städtebauförderprogramm war ein wesentlicher Meilenstein und ausschlaggebend für unsere positive Entwicklung."

Wunderschöne Rosenbeete

Vor dem Rundgang durch den Ort wartete auf die Jury eine Überraschung: Am Jakobusbrunnen auf dem Dorfplatz sangen die Grundschüler der 4. Klasse das von Sophie Schikora getextete und von Wolfgang Ziegler vertonte Schirmitzer Heimatlied "Ein Dorf am Fluss, umsäumt von grünen Weiden". Alle vier Strophen begleitete der Komponist auf dem Akkordeon.

Durch den Ort führten dann Bürgermeister Lenk und sein Stellvertreter Josef Robl, Altbürgermeister Karl Balk und der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins sowie stellvertretende Kreisvorsitzende Herbert Wolf. Franz Baumgartner nahm als Mitglied der "Zukunftswerkstatt" eine Dreiergruppe der Juroren auf Rundfahrt mit, damit sie den Wettbewerbsteil "Dorf in der Landschaft" bewerten konnte.

Nach der rund eineinhalbstündigen Besichtigung waren für die Vertreter der Gemeinde die Statements von fünf Juroren bei der Abschlussbesprechung im Gasthof "Zum Roten Ochsen" sehr aufschlussreich. Sie bestätigten der Gemeinde, sie besitze alle Grundeinrichtungen und eine gute Infrastruktur. Außerdem sollten die Bürger das Miteinander weiter pflegen. "Es ist von Vorteil, dass die politischen Parteien in den Entwicklungsprozess mit einbezogen werden", sagte ein Juror. Kreisbäuerin Brigitte Trummer aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach gratulierte den Schirmitzern zu den "wunderschönen Rosenbeeten".

Entscheid am Montag

Bezirksheimatpfleger Tobias Appl lobte den sparsamen Umgang der Gemeinde mit Baulandflächen, um der Zersiedelung entgegenzuwirken. Wichtig sei für ihn auch die Aufwertung des Ortskerns: "Die Gliederung der städtebaulichen Maßnahmen in fünf Abschnitte hat ein gelungenes Straßenbild mit mehr Grün, Sicherheit und Aufenthaltsqualität hervorgebracht." Ferner hob er die Barrierefreiheit von Rathaus und Bürgersaal hervor. Über die Linden auf dem Dorfplatz sowie die prägenden alten Eichen entlang der Hauptstraße freute sich Kreisfachberaterin Heidi Schmid aus Schwandorf.

Landschaftsarchitekt Stefan Weidenhammer aus Amberg war auf der Fahrt mit Dr. Baumgartner besonders vom neuen Panorama-Rundwanderweg beeindruckt. Ferner hob er hervor, dass Schirmitz eine schöne Lage zwischen Waldnaab und Hügelrücken habe. Die Ortschaft sei reich gesegnet mit Waldrändern und Gehölzen. Die Weiherkette am Ringweg beherberge viele Vögel. Er regte an, auch einmal Uferregionen oder Randstreifen liegen zu lassen. Laut Kommissionsvorsitzendem Hofbauer werde das Ergebnis des Entscheids bereits am Montag feststehen. Er dankte Schirmitz für den professionellen Ablauf der Führung.

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