27.02.2018 - 20:00 Uhr
Schlammersdorf

Ausschreibung für Aufwertung des Kinderspielplatzes im Außenbereich des Bürgerhauses: ... Kunstrasen für den Bolzplatz

Ausschreibung für die Aufwertung des Kinderspielplatzes im Außenbereich des Bürgerhauses, auch "Generationenpark" genannt: ein Thema, das sich nach wenig Brisanz anhört. Doch im Schlammersdorfer Gemeinderat entspinnt sich eine rege Diskussion - der ein einstimmiger Beschluss folgt.

von Hubert BrendelProfil

Entgegen der ursprünglichen Planung, die ein Rasenspielfeld vorsah, wird dabei der Forderung der CSU-Fraktion nach einem Kunstrasen auf dem Bolzplatz Rechnung getragen. Dieser war auch in der Bürgerversammlung gefordert worden und war augenscheinlich Anlass für etwa 15 Bürger, als Zuhörer an der Sitzung teilzunehmen.

Bürgermeister Gerhard Löckler äußerte allerdings baurechtliche Bedenken und verwies auf das Thema Lärmschutz. Er erinnerte nochmals mit Blick auf den Umfang der Baumaßnahme an Details der Ausschreibung und verwies darauf, dass die Anzahl der Spielgeräte begrenzt wurde. CSU-Gemeinderat Gerhard Wiesnet vermochte sich mit dem Abstand zwischen Basketball- und Bolzplatz nicht anfreunden. "Mit Verschiebungen innerhalb des Platzes habe ich keine Probleme", antwortete der Rathauschef.

Schließlich ging es um das große Thema: Rasenspielfeld oder doch Kunstrasen? Dabei wurde deutlich, dass seit dem vergangenen Jahr im Gremium über einen Kunstrasen nicht mehr gesprochen wurde. Schließlich habe man sich wegen der Lärmschutzauflagen gegen eine Soccer-Arena entschieden. Für Gerhard Wiesnet stellte sich die Frage, welcher Belag für einen Bolzplatz definiert ist. Zweite Bürgermeisterin Tanja Renner (CSU) sah bei aller Abwägung "keine rechtliche Grundlage, auf einen Kunstrasen zu verzichten".

"Er wolle sich den Schuh nicht anziehen", wenn es aus baurechtlicher Sicht zu einem Baustopp komme, betonte Löckler. Um dem vorzubeugen, erklärte sich Johannes Püttner (CSU) in seiner Funktion als Kreisrat bereit, bei der Kreisbehörde anzufragen, inwieweit bei einem Bolzplatz mit Kunstrasen und Ballfangzaun schalltechnische Veränderungen zu erwarten sind.

Für Gemeinderat Johann Wiesnet (CSU) wird der Charakter des Bolzplatzes durch Kunstrasen nicht verändert. Mit Blick auf möglicherweise höhere Baukosten sah er diese als eine Investition für die Zukunft an. Nach intensiver Diskussion entschied das Gremium auf Anregung von Tanja Renner, einen Kunstrasen für den Bolzplatz in die Ausschreibung aufzunehmen.

Zudem stimmten die Gemeinderäte der Breitbanderschließung in den Ortsteilen Starkenacker/Neumühle, Haar und Holzmühle ohne Einwände zu. Die Firma Innovative Kommunikations-Technologie (IK-T) Mansdorf und Hecht aus Regensburg hatte im November eine grobe Kostenschätzung dafür vorgelegt.

Die Gesamtinvestitionen belaufen sich danach auf 279 628 Euro. Der Eigenteil der Kommune ist mit knapp 56 000 Euro veranschlagt.

"Ja" zu Breitband-Kooperation

Auch für den Zeitraum 2020 bis 2022 wird sich die Gemeinde an der Bündelausschreibung für die kommunale Strombeschaffung seitens des Bayerischen Gemeindetags beteiligen. Diese Ausschreibung, übertragen auf die Kubus Kommunalberatung und Service GmbH, ist bisher zweimal erfolgt. Bei beiden Vergaben - zuletzt erhielten die Stadtwerke Augsburg den Zuschlag - wurde die Variante "Normalstrom" gewählt. Bürgermeister Gerhard Löckler erwartet diesmal, dass Ökostrom günstiger als Normalstrom sein wird. Letztendlich wird das Ausschreibungsergebnis Klarheit bringen.

Zustimmung fand im Gemeinderat eine interkommunale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Breitband-Erschließung mit der Marktgemeinde Kirchenthumbach. Damit ist für beide Kommunen der Weg frei, in den Genuss einer zusätzlichen staatlichen Förderung von jeweils 50 000 Euro zu kommen. Die Kirchenthumbacher Kollegen hatten bereits in ihrer Januar-Sitzung die interkommunale Zusammenarbeit beschlossen.

Wie Bürgermeister Gerhard Löckler erläuterte, bezieht sich diese vor allem darauf, Synergieeffekte bei allen weiteren Verfahrensschritten zu nutzen. Dies bedeutet, dass künftig die nötige Planung miteinander abgestimmt wird und das Auswahlverfahren gemeinsam in engem zeitlichen Zusammenhang erfolgt. (br)

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