05.04.2018 - 16:52 Uhr
SchlammersdorfOberpfalz

Generationenpark ein Dauerbrenner im Gemeinderat Erst uneinig, dann einig

Die Aufwertung des Kinderspielplatzes im Außenbereich des Bürgerhauses, auch als Generationenpark bezeichnet, ist ein Dauerbrenner im Schlammersdorfer Gemeinderat. Das Gremium stellt nun aber die Weichen, um das Vorhaben zu realisieren.

Abgespeckt wurde der Plan für den Generationenpark am Bürgerhaus in Schlammersdorf. Auf die vorgesehene Basketballanlage wird verzichtet. Die Fläche (in der Bildmitte) bietet sich nun für weitere Spielgeräte an. Bild: br
von Hubert BrendelProfil

Die Gemeinderäte haben in ihrer Sitzung - als Kompromiss - eine "abgespeckte" Variante des geplanten Generationenparks beim Bürgerhaus beschlossen. Diese verzichtet auf das geplante Basketballspielfeld. Die Kosten ohne Spielgeräte, Zaun und Stützmauer, jedoch ein Kunstrasen für den Bolzplatz inbegriffen, sind mit rund 74 000 Euro veranschlagt.

Die Gemeinderatssitzung begann allerdings nahezu mit einem Paukenschlag. Die CSU-Fraktion, allen voran zweite Bürgermeisterin Tanja Renner und Gerhard Wiesnet, gab zu verstehen, dem Protokoll der Sitzung von 22. Februar nicht zuzustimmen. In der Begründung hieß es, dass der einstimmig gefasste Beschluss über die Ausschreibung zur Gestaltung des Generationenparks nicht protokolliert sei.

Bürgermeister Gerhard Löckler verwies darauf, dass der Beschluss über die Ausschreibung keine Kostenschätzung beinhaltet, daher "könne er keine Ausschreibung ohne Kostenschätzung verschicken". Die CSU-Fraktion beharrte dennoch darauf, dass die Beschlussfassung nachträglich protokolliert wird. Michael Eisner, Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Kirchenthumbach und Protokollführer in der jüngsten Sitzung, sah keine Probleme, das Protokoll vom 22. Februar mit dem entsprechenden Beschluss zu ergänzen, was schließlich ohne Einwände erfolgte.

Die Aufwertung des Kinderspielplatzes nahm anschließend die vorerst letzte Hürde, indem ein erneuter Beschluss über eine Ausschreibung gefasst wurde - jetzt jedoch mit einer Kostenschätzung und zudem einer "abgespeckten" Variante des Vorhabens. Wie das Gemeindeoberhaupt die Räte per E-Mail im Vorfeld informiert hatte, soll auf die geplante Basketballanlage verzichtet werden. Die Nachfrage danach sei ungewiss, erklärte Löckler. Für die Zukunft biete dies Raum für andere Spielmöglichkeiten. Der Verzicht auf die Basketballanlage sei auch finanziell eine noch tragbare Lösung für einen Kunstrasen für den Bolzplatz, meinte der Bürgermeister.

Mit dem Wegfall der Basketballanlage kann auch auf die in diesem Zusammenhang geplante 30 Meter lange Stützmauer verzichtet werden. Die Kosten für die jetzt beschlossene Variante sind mit rund 74 000 Euro veranschlagt, jedoch ohne Zaun, Bänke und Spielgeräte. Die Kosten für Letztere werden auf rund 19 000 Euro geschätzt, die jedoch im einstimmig gefassten Beschluss über die Ausschreibung nicht relevant sind.

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