26.04.2018 - 17:00 Uhr
SchlammersdorfOberpfalz

Vermittlung in Niedersachsen leichter - Kosten für Kommune summieren sich auf 12 000 Euro: Kampfhunde ziehen um

Bürgermeister Gerhard Löckler ist sichtlich erleichtert: ,Das Thema "Kampfhunde" ist endgültig vom Tisch, die Gemeinde Schlammersdorf muss nicht mehr für die beiden Tiere aufkommen. Die rund 12 000 Euro an Auslagen für Unterbringung, Tierarzt und Gutachten wird die Kommune einfordern.

"Durchfahrt verboten" heißt es ab sofort an Wendewegen nördlich von Naslitz. Nur zur Bewirtschaftung der landwirtschaftlich genutzten Flächen ist die Zufahrt erlaubt. Bild: br
von Hubert BrendelProfil

Wie Alfred Rauch, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Kirchenthumbach, in der Sitzung des Gemeinderats am Dienstagabend berichtete, befinden sich die Kampfhunde der Kategorie 1 mittlerweile in einem Tierheim in Niedersachsen. Nach der dort geltenden Kampfhundeverordnung sei eine Vermittlung an einen Hundehalter leichter. Mit Unterstützung von Andreas Brucker (Speichersdorf) vom Bayerischen Landesverband des Tierschutzbundes Deutschland sei es gelungen, dass die von einem US-Soldaten vor einem Auslandseinsatz ausgesetzten Kampfhunde in Niedersachsen ein neues "Zuhause" haben.

Bürgermeister Gerhard Löckler kündigte an, die Auslagen für die Fundhunde einzufordern. Gleichzeitig machte er seinem Unmut darüber Luft, dass die Kommune in der Vergangenheit bei der Bewältigung des Problems im Stich gelassen worden sei.

Mit Blick auf den Gesetzentwurf der Staatsregierung befassten sich die Gemeinderäte auch mit dem Thema "Straßenausbaubeiträge". Die Beitragsbescheide in der Kommune sind erst nach dem Stichtag 1. Januar 2018 verschickt worden, was bedeutet, dass zwischenzeitlich entrichtete Beiträge zurückerstattet werden müssen. Jedoch bleiben die vor dem Stichtag erfolgten Abschlagszahlungen im "Gemeindesäckel". Der Freistaat will bis 2024 die Kommunen für den Ausfall der Straßenausbaubeiträge finanziell unterstützen.

Bürgermeister Gerhard Löckler informierte, dass eine Zufahrt zu den landwirtschaftlich genutzten Flächen nördlich von Naslitz kaum mehr möglich sei. Er habe sich daher entschlossen, Durchfahrtsverbotsschilder an den sogenannten Wendewegen aufzustellen. Lediglich den Anliegern sei zur Bewirtschaftung ihrer Wiesen die Zufahrt erlaubt.

Mit Bedauern gab das Gemeindeoberhaupt bekannt, dass die Kommune bei dem Wettbewerb "100 Genussorte Bayerns" nicht berücksichtigt worden sei. Schlammersdorf habe bei der Bewerbung sowohl Metzgerei, Bäckerei und Brauerei, aber auch die über die Gemeindegrenzen hinaus bekannten Gaststätten in die Waagschale geworfen - jedoch ohne Erfolg.

Der Bürgermeister will aber nicht die Flinte ins Korn werfen. Er kündigte an, zu einem späteren Zeitpunkt bei einem ähnlichen Wettbewerb einen neuen Anlauf zu nehmen.

Gemeinderatssplitter

Im gemeindlichen Einvernehmen gaben die Räte "grünes Licht" für den Bauantrag von Viola Busch-Seufert und Dr. Markus Seufert aus Menzlas zum Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage. Keine Einwände hatte das Gremium auch im Zuge des Anhörungsverfahrens der Nachbarkommune Vorbach gegen die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Baugebiet "Dornäcker II".

Zustimmung fand zudem, Karl Schneider aus Schlammersdorf für die Schöffenwahl für die Jahre 2019 bis 2023 vorzuschlagen. Nach einer einwöchigen öffentlichen Auslegung wird der Vorschlag dem Amtsgericht Weiden vorgelegt.

Bürgermeister Gerhard Löckler informierte das Gremium, dass derzeit die Firma Kuchler Service aus dem Raum Deggendorf eine Kanalspülung vornimmt. Dies sei eine Maßnahme im Vorfeld eines zu erstellenden Kanalkatasters. Die Spülung soll gleichzeitig eventuelle Schäden an der Kanalisation aufzeigen. Wie der Rathauschef berichtete, seien bereits Fettablagerungen in den Abwasserkanälen festgestellt worden.

Abschließend verwies Löckler auf die derzeit laufende Befragung des Landkreises Neustadt/WN zur Verbesserung der Mobilität. Ziel sei es, den öffentlichen Nahverkehr zu stärken und dem Mobilitätsbedarf der Bürger vor Ort anzupassen. Dazu soll mit der Regionalbus Ostbayern GmbH (RBO) ein attraktives und nachhaltiges Handlungskonzept entwickelt werden. (br)

 

 

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