20.08.2017 - 16:54 Uhr
SchlammersdorfOberpfalz

Gerhard Löckler feiert 60. Geburtstag Einmal Bürgermeister, immer Bürgermeister

blüht. Im Vergleich zur Größe des Ortes ist die Gemeinde ganz groß. Bürgermeister Gerhard Löckler ist glücklich über die Entwicklung. Wenn noch ein persönliches Jubiläum daherkommt, wird die Freude über die schmucken Orte in der Gemeinde mit den engagierten Bürgern zum Glücksmoment.

Gerhard Löckler. Bild: do
von Robert DotzauerProfil

Auf 60 Jahresringe kann der gebürtige Naslitzer heute, Montag, zurückblicken. Nach der Kindheit war sein Werdegang von einem bemerkenswerten Wesenszug geprägt. Sich schon zeitig für das Gemeinwohl einsetzen hieß der Grundsatz, der ihn zur Katholischen Landjugend führte. Sein Gemeinsinn war die Triebfeder für viele Ehrenämter. Vorsitzender der KLJB Schlammersdorf, Brandschützer, Pfarrgemeinderat, Vorstandsmitglied des St.-Michaels-Vereins, Sprecher der Unparteiischen Wählergruppe und ab 1990 Gemeinderat gehörten zu den wichtigsten Stationen des Newcomers.

Beruflich orientierte sich Löckler Richtung der oberfränkischen Bezirkshauptstadt. Nach dem Besuch der Staatlichen Wirtschaftsschule in Eschenbach entschied sich der Jubilar 1973 für eine Beamtenlaufbahn beim Bezirk Oberfranken. Als Verwaltungsinspektor ist er dort noch heute in der Hauptverwaltung in Teilzeit tätig. Auch familiär suchte und fand er 1980 mit Ehefrau Christine sein privates Glück. Heute freut sich die Familie über die Kinder Daniela und Miriam und die zwei Enkelkinder Sophie-Marie und Emily.

"In Schlammersdorf findet sich alles Gute in Fülle", sagt der Jubilar mit Blick auf das rege Dorfleben. Hier ist Löckler zu Hause. Deshalb blieb er auch ein Mann mit Bodenhaftung und Heimatliebe. Die Gemeinde ist sein Ding. Diese Tiefe und Dankbarkeit für das örtliche Gemeinwesen ließ den Entschluss reifen, der "Meister aller Bürger" zu werden. Eine Entscheidung, die auch die Mehrheit der Gemeindebürger gut fand. 2002 wählten sie ihn als Mann des Wollens und Wirkens mit bekannt stiller, zuverlässiger und unspektakulärer Kärrnerarbeit zum Gemeindechef.

Einmal Bürgermeister, immer Bürgermeister: So liest sich heute die Geschichte eines verantwortungsvollen Kommunalpolitikers im Dienst der Bürger. Löckler übernahm, verursacht durch hohe Investitionen in die Abwasserentsorgung, eine hochverschuldete Gemeinde. Mit mutigen Schritten, sparsam und doch innovations- und investitionsbereit, führte er "seine" Gemeinde aus dem Schuldentief und bewährte sich als Macher. Die Früchte dieser Arbeit wurden im kollegialen Miteinander im Gemeinderat bald sichtbar.

Mit dem Anzapfen staatlicher Förderquellen entstand ein gutes Straßennetz. In Zusammenarbeit mit der Jagdgenossenschaft folgte die Sanierung von Feldwegen, der Ausbau der Staatsstraßen-Ortsdurchfahrt in Schlammersdorf wurde Wirklichkeit, ein Radweg von Ernstfeld nach Schlammersdorf konnte umgesetzt werden. Zudem erfuhr das Schulgebäude mit dem Umbau zum Bürgerhaus in der einfachen Dorferneuerung einen neuen Verwendungszweck. Aus einer Schuldengemeinde wurde ein Beispielort sparsamen Wirtschaftens und dennoch zukunftsorientierter Investitionen mit einem schuldenfreien Haushalt und guter Rücklage. Die ist freilich schon für künftige Projekte verplant. Es warten als größte Brocken die Erschließung des neuen Baugebietes Schlammersdorf-Süd IV, die Breitbandversorgung der Weiler, der Neubau der Creußenbrücke in Naslitz und weitere Projekte.

Löckler bringt sich auch in überörtliche Institutionen ein. Besonders wichtig findet er die interkommunale Zusammenarbeit. Er bewährt sich als stellvertretender Vorsitzender der Gemeinschaftsversammlung Kirchenthumbach, des Schulverbandes Vorbach-Schlammersdorf, des Wasserzweckverbandes, als Vorsitzender des Abwasserzweckverbandes Schlammersdorf-Vorbach und als Aufsichtsrat der Neuen Energien West. Für das ehrenamtliche Wirken bekam er 2016 vom Freistaat die Kommunale Verdienstmedaille in Bronze. Schöpferische Ruhepausen gönnt sich der Jubilar mit der Gartenarbeit. Zu den bevorzugten Freizeitbeschäftigungen gehören auch das Fotografieren und die Mitarbeit als freier Berichterstatter des Neuen Tags seit 1984. Seinen Geburtstag feiert er in aller Gemütsruhe zu Hause.

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