05.03.2018 - 20:00 Uhr
Schlammersdorf

Pfarrer Josef Nickl feiert 90. Geburtstag Glaube schafft Würde und Weisheit

Auch wenn es ihn in früheren Jahren oft in die Ferne zog, Bischöflich Geistlicher Rat Josef Nickl blieb seinem Geburtsort Naslitz und seiner Heimatpfarrei St. Luzia Schlammersdorf immer verbunden. Auch zum 90. Geburtstag wählte der Geistliche Schlammersdorf als Ort zum Feiern. In der Pfarrei ist er als "d'Vetterlspfarrer" bekannt.

Bischöflich Geistlicher Rat Josef Nickl feierte anlässlich seine 90. Geburtstages mit Pater Adrian Kugler (rechts) und Studiendirektor Jürgen Herr (links) in seiner Heimatpfarrei einen Dankgottesdienst. Bild: lgc
von Gerhard LöcklerProfil

Geboren wurde Josef Nickl am 1. März 1928 in Naslitz. Das Studium der Theologie begann 1948 in Regensburg. Im dortigen Dom empfing der Jubilar am 29. Juni 1954 mit weiteren 40 Diakonen von Erzbischof Michael Buchberger die Priesterweihe. Tags darauf war der Empfang in Schlammersdorf überwältigend. Am 4. Juli 1954 folgte in der Pfarrkirche St. Luzia die Primiz. Als Kaplan war der junge Priester von 1954 bis 1957 in Tiefenbach und anschließend bis 1963 in der Expositus Biberbach tätig. Für ihn überraschend kam die Berufung zum Religionslehrer an die Berufsschule Schwandorf. 1968 erfolgte die Ernennung zum Oberstudienrat und 1980 zum Studiendirektor. Auch nach seiner Pensionierung im Jahre 1992 war er fast jeden Tag an der Schule anzutreffen. Bis 1995 erteilte er noch Unterricht. Ab 1969 wirkte Josef Nickl als Seelsorger im Elisabethenheim Schwandorf. Er feiert dort noch heute Gottesdienste.

Bei einem vom Kirchenchor umrahmten Dankgottesdienst in der Pfarrkirche feierten viele Gläubige den Ehrentag des Pfarrers mit, der mit gewohnt kräftiger Stimme die Messe selbst zelebrierte. Pater Adrian nannte Geburtstage ein "Echo der Zeit" und brachte seine Freude über die Eucharistiefeier zum Ausdruck. Dem Jubilar wünschte er Gottes Segen für die Zukunft. Studiendirektor Jürgen Herr feierte vor 21 Jahren in der Schlammersdorfer Kirche Primiz. Seine Festpredigt stellte er nun unter das Motto "Jeder möchte alt werden und keiner alt sein". Eine Einschränkung der Lebensqualität ginge mit dem Alter sicher einher, doch würden damit auch Lebenserfahrung und -weisheit verbunden sein. Im Alter sehe man den Kern der Sache eher, Nebensächlichkeiten werde keine unnötige Aufmerksamkeit geschenkt.

Der Glaube habe Josef Nickl weise werden lassen. Wie kein anderer verströme der Geistliche positive Lebenseinstellung. Mit einer herzlichen Umarmung bedankte sich der Prediger bei Nickl für lange Jahre der Freundschaft und wünschte noch eine lange segensreiche Zeit. Im Anschluss ging die Feier im Braugasthof Püttner weiter. Zu den Gratulanten zählte auch eine Abordnung der Feuerwehr, der Nickl seit Jahrzehnten angehört. Für die Gemeinde übermittelte Bürgermeister Gerhard Löckler die besten Wünsche.

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