10.04.2017 - 20:00 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Beim Aero-Club hoch hinaus

Der Aero-Club Schmidgaden knüpft an die Zeit nach der Gründung 1960 an und bildet wieder Piloten für einmotorige Flugzeuge aus. "Nach längerer Zeit steigen wir wieder in den Schulbetrieb ein", erklärt Vorsitzender Horst Schreyer. Er hat sich für die Anfangszeit eine gewerbliche Flugschule mit ins Boot geholt.

Fluglehrer Peter Döllner hat die Schüler erfahrungsgemäß nach 45 Flugstunden soweit, dass sie alleine fliegen können.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Bis Ende letzten Jahres war der 35 Mitglieder starke Verein Pächter des Flugplatzgeländes, das der Deutschen Steinzeug AG gehörte. "Nun haben wir das Gelände gekauft und können den Flugbetrieb in Eigenregie gewährleisten", gibt Horst Schreyer zu verstehen. Verantwortlich für die Pilotenausbildung ist Fluglehrer Peter Döllner. Der gebürtige Amberger lebte lange in Bremen und betrieb dort eine eigene Flugschule. Jetzt kehrte er in seine Heimat zurück und stellt sich in den Dienst des Aero-Clubs Schmidgaden. Der Inhaber der Berufspilotenlizenz arbeitet mit einer gewerblichen Flugschule aus dem Nürnberger Raum zusammen und stellt sich auf die zeitlichen Wünsche seiner Flugschüler ein.

Fluglehrer an der Seite

Fliegen kann lernen, wer mindestens 16 Jahre alt ist. Die theoretische Ausbildung erfolgt in einem 16-tägigen Lehrgang, die praktische Flugausbildung nach Absprache. Die Theorie umfasst die Bereiche "Navigation, Flugzeugkunde, Aerodynamik, Meteorologie, Luftrecht und Verhalten in Ausnahmefällen. Dann geht es in die Praxis. Nach 45 Flugstunden hat Peter Döllner die meisten Nachwuchspiloten soweit, dass sie alleine fliegen können.

Die praktische Ausbildung erfolgt am Flugplatz in Schmidgaden auf vereinseigenen Maschinen. Zunächst werden Starts und Landungen geübt. Peter Döllner sitzt, wie der Fahrlehrer im Auto, neben dem Schüler und kann jederzeit eingreifen. Nach den ersten Alleinflügen über dem Flugplatzgelände geht es darum, auch andere Flugplätze anzufliegen und sich in der Luft zu orientieren.

Zwischen fünf Wochen und einem halben Jahr sollte sich Zeit nehmen, wer den Pilotenschein erwerben möchte. Die Kosten liegen je nach Anzahl der Flugstunden zwischen 8000 und 10 000 Euro. Interessenten können Kontakt aufnehmen mit dem Vorsitzenden Horst Schreyer (Telefon 0157/54 308 970) oder direkt mit dem Fluglehrer Peter Döllner (0173/3 099 900 ).

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