Wasserversorgung der Brudersdorfer Gruppe
Nur zügige Sanierung hilft

Politik
Schmidgaden
30.06.2017
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Die Sanierung des Leitungsnetzes im Zweckverband (ZV) zur Wasserversorgung der Brudersdorfer Gruppe tritt auf der Stelle. Parallel dazu gibt der ZV viel Geld für Rohrbrüche aus. Ein mobiler Druckausgleich ist auch keine Lösung.

Ein Verbandsrat hat bei der Sitzung am 11. Mai erneut diese Möglichkeit ins Gespräch gebracht. Der Zweckverband forderte deshalb ein Gutachten beim Ingenieurbüro Seuß (Amberg) an. Ingenieur Norbert Winter erteilte dieser Möglichkeit ein Absage, informierten Verbandsvorsitzender Bürgermeister Armin Schärtl, Stellvertreter Bürgermeister Josef Deichl und Verbandsgeschäftsführer Hans Werner.

Druckbehälter für Dämpfungszwecke einzubauen, ist laut Gutachter nicht zielführend, weil sie "bei Anschluss an Hydranten nicht frostsicher" sind und eine Gefahrenquelle für Aufkeimungen durch mangelhaften Wasseraustausch und bei hohen Temperaturen darstellten. Das heißt: Der Druckausgleichsregler braucht eine vollklimatisierte Einhausung mit Frostwächter.

Im Gutachten steht ein entscheidender Satz: "Erst im Rahmen der Umsetzung der Entwurfsplanung (das könnte ohne Klageerhebung bereits vollzogen sein) wird über zentrale Durckmindereinrichtungen (gekoppelt mit Sicherheitsventilen) in den Ortsnetzen ein vom Fern- und Zubringernetz technisch abgekoppelter und angemessener Netzdruck sichergestellt." Die anhängige Klage vor dem Verwaltungsgericht Regensburg bezieht sich noch auf das private Grundstück des Klägers, die Wassergäste, die Kosten für die Löschwasserversorgung, das Gewerbegebiet Passelsdorf sowie die Rechtmäßigkeit der Ingenieurleistungen. "Alle Fachstellen und Behörden haben uns bisher bestätigt", ergänzte Deichl hierzu.

Entschieden wiesen die Drei Äußerungen des Klägers zurück, wonach Fördergelder seinem Einsatz zu verdanken seien. Werner sprach auch die Lockerung der Förderrichtlinie an. " Sie half uns nichts, weil die großen Investitionen vor 1992 lagen". "Der Zweckverband war in der Vergangenheit auf einen niedrigen Wasserpreis bedacht", erklärte Schärtl. "Diese Härtefallregelung geht von einer Pro-Kopf-Belastung von 2150 Euro aus", so Deichl. Sie hält das Umweltministerium für möglich, "sofern die geplanten Vorhaben BA 01 und 02 der Wasserversorgung mit Gesamtkosten von rund 5,5 Millionen Euro zügig umgesetzt werden", lautet eine Antwort auf die Anfrage des SPD-Abgeordneten Reinhold Strobl. Ursprünglich sollte der Bauabschnitt 1 im Sommer abgeschlossen sein. Doch noch stünden Aufträge von 2,2 Millionen Euro aus. Kalkuliere man mit einer durchschnittlichen Preiserhöhung um 20 Prozent, ergäbe dies ein Plus von 440 000 Euro. Das seien etwa 1000 Euro mehr pro Anschluss, rechnete Werner vor. Dabei hätten Bürger den Kläger mit Spenden unterstützt, "damit wir Geld sparen", zitierte sie Deichl. Angesichts der Baupreise halte er dies für mehr als zweifelhaft. Am 25. Juli steht ein Gütetermin an.

Das sind etwa 1000 Euro mehr pro Anschluss.Geschäftsführer Hans Werner


Der Zweckverband war in der Vergangenheit auf einen niedrigen Wasserpreis bedacht.Bürgermeister Armin Schärtl
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