Beisetzung von Erich Deichl
Hochdekorierter Feuerwehrmann

Am Mittwoch wurde der frühere Kreisbrandinspektor Erich Deichl in Rottendorf beigesetzt. Bild: exb
Vermischtes
Schmidgaden
11.04.2018
147
0

Groß ist die Zahl der Trauernden, die vom früheren Kreisbrandinspektor Erich Deichl Abschied nehmen. Ins Auge stechen beim Requiem die zahlreichen Feuerwehrmänner, die ihrem früheren Chef den letzten Gruß entbieten. Man hatte sich erst vor einigen Wochen zu einem erfreulicheren Anlass getroffen.

-Rottendorf. Ende Januar feierte Erich Deichl nämlich seinen 80. Geburtstag, was Grund für ein großes Fest war. Niemand hätte geahnt, dass ihn kurz nach Ostern die Folgen eines Herzinfarkts plötzlich aus dem Kreis von Familie und Kameraden reißen würden. Deichl, ein entfernter Verwandter des derzeitigen Schmidgadener Bürgermeisters, kam 1938 als sechstes von insgesamt acht Kindern auf die Welt. Er erlernte den Beruf des Landmaschinen-Mechanikers und -Elektrikers, wechselte aber nach ein paar Jahren in das Werk Buchtal, wo er bis zum Rentenalter beschäftigt blieb. 1962 heiratete er Maria Bauer aus Inzendorf, mit der er die Kinder Erich, Rupert und Sabine bekam. Leider verstarb seine Frau vor 24 Jahren nach einer schweren Krankheit.

"Seine größte Leidenschaft war das Feuerwehrwesen", sagte Pfarrer Gerhard Wagner, und leitete damit auf einen überaus wichtigen Bereich in Deichls Leben über. Mit 16 Jahren ging Erich Deichl zur Feuerwehr Trisching. Nach seinem Wechsel zur Feuerwehr Gösselsdorf stand er 20 Jahre als Kommandant an der Spitze der Wehr. 1978 folgte die Berufung in die Führungsspitze der Feuerwehren des Landkreises. Acht Jahre war er als Kreisbrandmeister und weitere zwölf Jahre als Kreisbrandinspektor und stellvertretender Kreisbrandrat tätig. In dieser Zeit war er sechs Jahre Kreisjugendwart und 20 Jahre als Schiedsrichter bei der Abnahme des Leistungsabzeichens tätig.

Die Gründung des Kreisfeuerwehrverbandes und die Einführung der Ehrenzeichen für verdiente Feuerwehrmitglieder tragen seine Handschrift. Auch die Gründung der Notfallseelsorge in Schwandorf ist auf seine Initiative zurück zu führen. Bei seinem früheren Arbeitgeber, der Firma Buchtal, war er maßgeblich an der Gründung der Werksfeuerwehr beteiligt. Alle diese Verdienste wurden durch viele Auszeichnungen und Ehrungen gewürdigt. Eine weitere Auszeichnung kam an seinem Geburtstag im Januar dazu: Kreisbrandrat Robert Heinfling und Landrat Thomas Ebeling zeichneten damals den Ehrenkreisbrandinspektor mit dem goldenen Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes aus.

An all das erinnerten zwei führende Feuerwehrmänner, die bei der Beisetzung das Wort ergriffen: Hans Gietl, der vor 20 Jahren das Amt des Kreisbrandinspektors von Deichl übernahm, und der Rottendorfer FFW-Ortsvorsitzende Helmut Ries. Auch Ortsvereine verabschiedeten sich von ihrem langjährigen Mitglied.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.