01.03.2018 - 20:00 Uhr
Schmidgaden

Düngen und was man beachten muss Wer düngt muss sich an genaue Vorschriften halten

Bei der Agrarveranstaltung des Raiffeisen-Lagerhauses gibt es für die Landwirte Informationen zur Düngeverordnung. Wichtig sind Lagerkapazitäten.

Bis auf den letzten Platz besetzt war das Gasthaus Birner in Inzendorf bei der Agrarveranstaltung des Raiffeisenlagerhauses.
von Richard AltmannProfil

-Inzendorf. Auf Einladung des Leiters des Raiffeisenlagerhauses Knölling, Markus Schrott, informierte Christian Magerl vom Amberger Amt für Landwirtschaft über Neuerungen in der Düngeverordnung. Im Gasthaus Birner sprach er die Düngebedarfsermittlung für Stickstoff und Phosphat an. Vor einem Ausbringen wesentlicher Nährstoffe muss die notwendige Menge ermittelt werden, sowohl vor einer organischen als auch vor einer mineralischen Düngung.

Dies sei im Prinzip schon bisher so gewesen, neu sei jedoch die Aufzeichnungspflicht. Bei Stickstoff (N) wird als Basis für die Berechnung der Düngung für jede Kultur ein Bedarfswert verwendet. Für die wichtigsten landwirtschaftlichen Kulturen gibt die Düngeverordnung bundeseinheitliche, verbindliche N-Bedarfswerte vor, die sich auf einen bestimmten Ertrag beziehen. Auch für die Grünlandnutzung gibt es solche Werte, die je nach Schnitthäufigkeit beziehungsweise der Art der Nutzung variieren.

Es müssen alle Düngemittel mit wesentlichem Gehalt an verfügbarem Stickstoff und mehr als zwei Prozent Trockensubstanz beim Ausbringen auf unbestelltes Ackerland unverzüglich, innerhalb von vier Stunden, eingearbeitet werden. Ausgenommen sind Festmist von Huf- und Klauentieren und Kompost. Die Ausbringtechnik soll dazu beitragen, Ammoniakverluste zu reduzieren.

Ab Februar 2020 dürfen auf bestellte Felder und ab 1. Februar 2025 auf Grünland flüssige organische Dünger wie Gülle und Gärreste nur noch streifenförmig auf den Boden aufgebracht oder eingeschlitzt werden. Beim Düngen ist zur Gewässeroberkante ein bestimmter Abstand einzuhalten. Dieser unterscheidet sich nach Geländeform und Ausbringtechnik. Wesentlich in der neuen Düngeverordnung ist die Beschränkung des Ausbringens stickstoffhaltiger Düngemittel auf den Herbst. Für Dünger mit einem wesentlichen Gehalt an Stickstoff beginnt die Sperrfrist auf Ackerland nach der Ernte der letzten Hauptfrucht und dauert bis 31. Januar. Ausgenommen davon sind unter bestimmten Voraussetzungen Zwischenfrüchte, Winterraps, Feldfutter oder Wintergerste.

Ein wesentliches Ziel der neuen Düngeverordnung stellt die Verbesserung der Nährstoffausnutzung der organischen Dünger dar. Ausreichende Lagerkapazitäten müssen vorhanden sein, um Gülle zum günstigsten Zeitpunkt auszubringen. Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft stellt im Internet Berechnungsprogramme unter anderem für das Feststellen der notwendigen Lagerkapazitäten bereit. Neben diesen Informationen gab es bei der Veranstaltung auch Tipps verschiedener Hersteller zu ihren Produkten.

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