Filiale in Schmidgaden schließt am Jahresende
Rückzug der Raiffeisenbank

Die Tage der Raiffeisenbank-Filiale in Schmidgaden sind gezählt: Die Bank informierte ihre Kunden darüber, dass sie die Niederlassung zum 31. Dezember diesen Jahres schließen wird. Bild: Tietz
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Schmidgaden
12.10.2017
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Am 31. Dezember ist Stichtag: Die Raiffeisenbank schließt ihre Geschäftsstelle in Schmidgaden. Damit bleibt von ehemals drei Filialen im Gemeindebereich keine mehr übrig. Offen ist nur noch die Frage, ob zumindest ein Automat in Schmidgaden erhalten wird.

Die Entscheidung der Bank, über die sie bereits ihre Kunden schriftlich informiert hat, gab Bürgermeister Josef Deichl bei der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend bekannt - verbunden mit einem Appell an die Bürger, diesen Schritt nicht einfach so hinzunehmen: "Rührt euch". Er habe der Bank bereits ein Angebot gemacht, wo zumindest vielleicht ein Automat weiterbetrieben werden könnte.

Zur Begründung für die Schließung zum Jahresende heißt es in dem Schreiben der Raiffeisenbank im Naabtal, das der Redaktion vorliegt: "Unser hoher Qualitätsanspruch treibt uns an, unser Beratungs- und Serviceangebot zukunftsorientiert auszurichten und dabei betriebswirtschaftlich im Sinne unserer Kunden und Mitglieder zu handeln. Aus diesem Grund werden wir nach reiflicher Überlegung unsere wenig frequentierte Geschäftsstelle in Schmidgaden zum 31. Dezember 2017 schließen. Sie können sicher sein, dass wir uns diese Entscheidung nicht leichtgemacht haben".

Vorstandssprecher Bernhard Werner bestätigte unserer Zeitung gegenüber am Donnerstag die anstehende Schließung der Filiale. Dabei - so betonte er - habe es sich ohnehin nur noch um eine Teilzeitniederlassung der Bank mit Kundenservice und Automaten gehandelt. Für größere Beratungen hätten die Kunden bereits seit Jahren in umliegende Orte fahren müssen. Darüberhinaus werden laut Werner immer mehr Bankgeschäfte online abgewickelt. "Wir haben die Entscheidung nicht aus einer schlechten Laune heraus getroffen, sondern sie uns sehr lange überlegt", betonte der Bankvorstand.

Generell offen stand er einem möglichen Weiterbetrieb eines Automaten in der Gemeinde gegenüber - unter zwei Voraussetzungen: Es findet sich ein geeigneter Platz und der Automat lässt sich wirtschaftlich betreiben. Menschen, die nicht mehr mobil sind, bot er an, dass ihnen die Bank einmal im Monat kostenlos Geld vorbeifährt.

Offen ist laut Werner auch noch die künftige Nutzung des Gebäudes, das sich im Besitz der Bank befindet. Eventuell könnte dort statt der Filiale eine zweite Wohnung eingerichtet werden.
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