21.03.2018 - 20:00 Uhr
Schmidgaden

Fragen zur Jahresrechnung des Wasserzweckverbandes Prüfung ein Kapitel für sich

Eine halbe Stunde dauerte in der Sitzung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Brudersdorfer Gruppe die Feststellung der Jahresrechnung 2016. Florian Burth, Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, dem noch Christian Pröls und Karl Beer angehören, hatte Klärungsbedarf.

von Claudia Völkl Kontakt Profil

Burth sprach unter anderem den Verwaltungsaufwand an, der dem Zweckverband von der Gemeinde Schmidgaden in Rechnung gestellt und einstweilig gestundet wurde: Rund 43 000 Euro. Die angefallenen Stunden waren für Burth nicht zuzuordnen. Schon im Sinne der Rechtssicherheit solle künftig aufgeführt werden, was gemacht worden sei.

Zur Abrechnung

Schmidgadens Kämmerer Hans Werner, der die Geschäfte des Zweckverbandes führt, betonte, dass er "jede Stunde mitschreibt", in der er Stellungnahmen einholt, Ausschreibungen und Vergaben vorzubereiten hat. Christian Pröls machte darauf aufmerksam, dass es eine Pauschalierung, aber auch eine Stundenabrechnung gebe. Werner erläuterte, dass in dem Pauschalbetrag nicht der Aufwand enthalten ist, der durch die Sanierung und die rechtlichen Verfahren entstanden seien. "Derzeit ist der Kämmerer der Gemeinde Schmidgaden für uns nicht greifbar", brachte Bürgermeister Josef Deichl den Aufwand, den Werner für den Zweckverband betreiben müsse, auf den Punkt. Verbandsvorsitzender Armin Schärl unterstrich: Man hatte sich im Zweckverband auf eine Pauschalierung der Verwaltungskosten für den laufenen Betrieb geeinigt. Doch dann seien 74 Widersprüche zu bearbeiten gewesen, kamen Arbeitsfelder hinzu, die nicht mit dieser Pauschale abzudecken seien.

Eine weitere Anmerkung Burths betraf die Wasserzähler, die der Zweckverband mit einem Aufpreis über die Gemeinde kauft. Hier sollte ein Direktbezug überlegt werden. Laut Hans Werner verrechne die Kommune Beschaffung und Lagerung. Burth kritisierte noch spät eingegangene Stundenzettel und Rechnungsstellungen. "Wir werden versuchen, das zu verbessern", betonte Werner mit Blick auf die dünne Bauhofbesetzung. "Die Anordnung ist draußen". Das Rechnungsergebnis schloss mit 323 502 Euro ab. Gegenstimmen kamen von Florian Burth und Christian Pröls.

Der Zweckverband ändert seine Wasserabgabesatzung. Bisher konnte Wasser zum Garten gießen und zur Toilettenspülung aus Zisternen verwendet werden. Künftig ist das für diese Zwecke und Wärmepumpen auch mit Grundwasser, also aus Brunnen, möglich. Burth und Pröls wollten dies auch auf Waschwasser im Stall ausdehnen, fanden damit aber kein Gehör. Laut Schärtl besteht die Möglichkeit, im Einzelfall einen Antrag beim Zweckverband zu stellen, der dann geprüft werde. Die Satzungsänderung wurde ebenfalls gegen Burth und Pröls beschlossen.

In Bauphase sinnvoll

Für die Infopolitik gibt es nun folgende Lösung: Die Kommunen Nabburg, Schmidgaden und Schnaittenbach machen es möglich, dass der Zweckverband seine Mitteilungen auf ihren Homepages veröffentlichen kann. Das ist bei den anstehenden Sperrungen oder Behinderungen während der Baumaßnahme eine sinnvolle Information der Bürger, so Geschäftsführer Hans Werner. Christian Pröls stimmte dagegen.

Florian Burth monierte noch, dass sich trotz der erhöhten Verwaltungsaufwendungen der Preis für die Wassergäste nicht verändert habe. Laut Armin Schärtl wird dies derzeit kalkuliert. Christian Pröls erkundigte sich, ob für die anstehende Baumaßnahme schon ein Förderantrag gestellt sei. Das Schreiben des Wasserwirtschaftsamtes liege vor, betonte Hans Werner. Voraussetzung für das Einreichen des Förderantrags sei die Vergabe, die in der Sitzung vorgenommen wurde (wir berichteten).

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