03.07.2017 - 20:00 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Herz-Jesu-Bruderschaft feiert Jubiläum Zeichen des gelebten Glaubens

Mit einem feierlichen Pontifikalgottesdienst, zelebriert von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, begann das Bruderschaftsfest. Damit beging die Bruderschaft ihr 225-jähriges Jubiläum.

Die Kommunionkinder begrüßen Bischof Rudolf vor der Grundschule
von Richard AltmannProfil

-Rottendorf. Die Einführung des Herz-Jesu-Festes geht auf eine Ordensfrau zurück: Margareta Maria Alacoque, die in dem Kloster Paralaye-Monial in Burgund lebte. Sie hatte zwischen 1673 und 1675 mehrere Visionen, in denen sie von Christus den Auftrag erhielt, sich für die Einführung des Herz-Jesu-Festes am zweiten Freitag nach Fronleichnam und die Pflege der Herz-Jesu-Freitage einzusetzen. Die römische Zentrale hatte große Vorbehalte gegen die Einführung eines solchen Festes. 1765 erhielten die polnischen Bischöfe die Erlaubnis, das Fest zu feiern, 1856 wurde es erst verbindlich eingeführt und dann von mehreren Päpsten gefördert. Zur Jahrhundertwende weihte Papst Leo XIII. die Welt dem Heiligsten Herz Jesu. Die Herz-Jesu-Frömmigkeit wurde durch verschiedene Orden, besonders durch die Jesuiten, gefördert.

In der Pfarrei Rottendorf wurde im Jahre 1793 das erste Bruderschaftsfest gefeiert. In früheren Zeiten immer am Herz-Jesu-Freitag selbst, später dann wurde es auf den Samstag verlegt, der dem Herz-Jesu-Freitag folgt, damit die Menschen an den Festlichkeiten teilnehmen können. Da man in diesem Jahr Bischof Rudolf zum Jubiläum eingeladen hatte, musste das Fest um eine Woche verschoben werden. Denn der Herz-Jesu-Freitag war bereits am 23. Juni; da aber am anderen Tag in Regensburg die Neupriester geweiht wurden, war der Bischof verhindert.

Kinder aufgenommen

Am Samstagmorgen wurde Bischof Rudolf vor der Grundschule Rottendorf in Empfang genommen. Die Kommunionkinder begrüßten ihn mit einem Gedicht. Zusammen mit seinen Konzelebranten zog er anschließend feierlich in die Pfarrkirche St. Andreas ein. Dort feierte er gemeinsam mit Dekan Michael Hoch, Dekan Markus Brunner, Pfarrer i.R. Johann Schießl, Bischöflich-Geistlichem-Rat i. R. Richard Salzl, Pfarrer Norbert Götz, Pater Alban, Pater Alfred Lindner und Pfarrer Herbert Grosser den Pontifikalgottesdienst.

In seiner Predigt ging er auf die Bedeutung des Herz-Jesu-Festes ein. Die Herz-Jesu-Bruderschaften sind ein gelebtes Glaubenszeugnis, das gerade in der heutigen Zeit wieder sehr wichtig ist. Auch im Jahre der Gründung war die Gesellschaft im Umbruch, der vieles veränderte. Durch alle Zeiten haben seit der Gründung die Rottendorfer an ihrer Bruderschaft und ihrem Glaubenszeugnis fest gehalten.

Im Anschluss an die Predigt nahm der Vorsitzende der Bruderschaft, Josef Böhm, die Kommunionkinder diesen Jahres feierlich in die Bruderschaft auf; das wurde durch Bischof Rudolf per Handschlag besiegelt. Sie werden in das Bruderschaftsbuch eingetragen. Darin sind alle Mitglieder aufgeführt, die seit der Gründung im Jahre 1793 der Bruderschaft beigetreten sind. Die Bruderschaft hat zur Zeit 600 Mitglieder, so viele Einladungen wurden auch zu diesem Bruderschaftsfest versandt. Die Mitglieder kommen nicht nur aus Rottendorf.

An den feierlichen Gottesdienst schloss sich eine Sakramentsprozession durch Rottendorf an, die Monstranz wurde dabei durch Bischof Rudolf durch den Ort getragen. Mit dem Te Deum endete anschließend der Gottesdienst.

Danach Pfarrfest

Die Pfarrgemeinde Rottendorf lud anschließend zum Pfarrfest in den Garten des Pfarrhofes ein. Dort begrüßte auch Bürgermeister Josef Deichl den Bischof Rudolf und bat ihn, sich in das Goldene Buch der Gemeinde einzutragen. Dieser Bitte kam er gerne nach. Bevor Bischof Rudolf Rottendorf wieder verließ, dirigierte er noch die Jugendblaskapelle Nabburg, die bereits zur Prozession spielte und noch beim Pfarrfest für Unterhaltung sorgte.

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