11.03.2018 - 15:22 Uhr
Schmidgaden

Luftbeobachter bereiten sich für Saisonstart vor Die Hitze kann kommen

Kommt nun die Sonne und holt sich letzte Schneereste? Diese Frage ist zweitrangig. Im Vordergrund steht: Die Luftbeobachter aus der Oberpfalz müssen zum Saisonstart üben und ihre Einsätze während Hitze- und Trockenperioden vorbereiten. Denn sicher ist: Es wird auch 2018 Situationen geben, in denen sie bei Brandbekämpfungen gefordert sind.

Es geht wieder los: Die Luftbeobachter sind am Start und haben sich für die Saison gerüstet. Jetzt mit dem Digitalfunk, der ebenso beherrscht werden muss wie die Aufgabe, vom Himmel aus im Brandfall die anrückenden Feuerwehrlöschzüge auch an abgelegene Stellen zu lotsen. Bild: hou
von Autor HOUProfil

Er hat alles fest im Griff. Wie schon seit Jahrzehnten. Dem Amberger Dieter Naber kommt auch heuer die Rolle des Koordinators zu. Als Pilot in vielen Tausend Flugstunden erfahren. Ein Routinier aber auch, wenn es um die Luftbeobachtung geht. Es ist eine wichtige Aufgabe. Besonders dann, wenn während Hitzeperioden in Wäldern und auf trockenen Wiesen jede Glasscherbe genügt, um einen Brand zu entfachen.

Naber steht als Bezirkschef der Luftrettungsstaffel Bayern an der Spitze aller ehrenamtlich tätigen Piloten zwischen Regensburg und Weiden. An ihrer Seite befinden sich freiwillige Helfer aus den Feuerwehren und von der Forstverwaltung. Vertreten an den zurückliegenden beiden Wochenenden durch die Kreisbrandräte Fredi Weiß (Amberg-Sulzbach), Robert Heinfling (Schwandorf) und durch den Brandinspektor Hubert Blödt (Amberg-Sulzbach). Zu ihnen gesellten sich Bedienstete der Bezirksregierung, die an heißen Wochenenden die Überwachungsflüge anordnen und damit die Kosten für anfallende Flugstunden übernehmen müssen. Entlohnung für die Bord-Besatzungen gibt es nicht.

Die Übungen zum Saisonstart gehen für die Luftbeobachter mit kniffligen Aufgaben einher. Sie müssen anhand von Koordinaten die Flugrouten errechnen. Daraus zeichnen sich konkrete Strecken ab. Von Schmidgaden nach Schnaittenbach, Wernberg-Köblitz und Luhe, über Holzhammer zurück nach Schmidgaden.

Im Ernstfall würden drunten am Boden Einsatzkräfte der Feuerwehren warten, um an oft sehr abgelegene Plätze gelotst zu werden.

Die Luftbeobachter aus der Oberpfalz haben ihre Auftakt-Übung hinter sich gebracht. Der Sommer kann kommen. Mit Bereitschaftsdiensten und Starts, die unter anderem von den Landeplätzen Schmidgaden, Regensburg-Oberhub und Weiden-Latsch vonstatten gehen.

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