THW und Wasserwacht bergen totes Pferd
Ertrunkenes Pferd löst Einsatz aus

Das THW positionierte sich mit seinem Ladekran am Rande des Weihers, um das etwa 500 Kilogramm wiegende, tote Pferd aus dem Gewässer bergen zu können.
Vermischtes
Schmidgaden
10.01.2017
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THW und Wasserwacht mussten ein totes Pferd bergen. Das Tier war in der Nacht am Ortsrand von Trisching in einen teilweise zugefrorenen Weiher eingebrochen und ertrunken. Für das Technische Hilfswerk aus Nabburg stellte es nicht den ersten Einsatz wegen eines Pferdes dar.

Die Mitteilung ging am Montagmorgen bei der THW-Geschäftsstelle in Schwandorf ein. Die Inhaber des Reiterhofes in Trisching (Gemeinde Schmidgaden) baten um Hilfe, nachdem in der Nacht von Sonntag auf Montag ein Pferd aus der natürlichen Umzäunung einer Koppel ausgebrochen, auf einen teilweise zugefrorenen Weiher gegangen, dort ins Eis eingebrochen und ertrunken war. Wobei von Anfang an fest stand: Das Tier war zum Zeitpunkt des Anrufs bereits tot, der Einsatz konnte sich nur noch auf die Bergung seiner Leiche beschränken.

Der örtlich zuständige und mit den notwendigen Gerätschaften ausgestattete THW-Ortsverband Nabburg sagte zu und rückte gegen 16 Uhr mit zwölf Einsatzkräften aus. Die Wasserwacht aus der Ortsgruppe Nabburg wurde dazugeholt. Mit sechs Helfern und einem Boot beteiligte sie sich an der rund zwei Stunden dauernden Bergungsaktion.

Mit Neoprenanzügen konnte der Weiher betreten werden. "Die Bergung gestaltete sich anfangs etwas schwierig, weil sich das Tier zum größten Teil, mit dem Kopf nach unten, unter dem Eis befand", berichtete Friedrich Kristel, beim THW-Ortsverband für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Nach einiger Zeit schaffte man es seinen Worten zufolge doch, die Eisfläche mit einem Pickel aufzuschlagen, so an das tote Tier zu gelangen und es anzuhängen.

Seilwinde und Kran im Einsatz

Mit vereinten Kräften konnte schließlich der schätzungsweise etwa 500 Kilogramm schwere Körper an Land gezogen werden. Mittels Seilwinde und Kran lud das THW das Pferd auf und transportierte es von der Hinterseite des Hofes an eine Stelle, die für die verständigte Tierkörperverwertungsanstalt zum Abtransport geeignet erschien.

"Das Pferd besaß keine Überlebenschance, nachdem es auf das Eis geraten war", meinte Kristel im Gespräch mit unserer Redaktion. Denn die vorherrschende Eisschicht war nicht einmal zehn Zentimeter dick und somit viel zu dünn, um das schwere Tier tragen zu können. Selbst für Menschen sei es lebensgefährlich, Eis in dieser geringen Stärke zu betreten.

Für das Technische Hilfswerk aus Nabburg bedeutete der Vorfall nicht den ersten Einsatz mit einem Pferd. Schon zu Zeiten, in denen die Anlage in Trisching anderen Betreibern gehörte, musste man zweimal dorthin ausrücken. In einem Fall waren ausgebüxte Pferde in einen Unfall im Straßenverkehr verwickelt, im anderen war ein Huftier in einem Stall in eine Jauchegrube geraten und konnte sich selber nicht daraus befreien.
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