05.02.2018 - 20:00 Uhr
Schmidgaden

Versammlung der Jagdgenossenschaft Schmidgaden Jagdpachtschilling für intakte Feldwege

Die Schmidgadener Jagdgenossen wollen ihren Jagdpachtschilling wie schon im Jahr 2016 dafür verwenden, gemeinsam mit der Gemeinde einen Teil der Feldwege wieder in Stand zu setzen. Diesen Beschluss fassten die Jagdgenossen bei ihrer Versammlung im Gasthaus Anderl.

von Richard AltmannProfil

Zuvor hatte Jagdvorsteher Johann Schmidl auf das vergangene Jahr zurückgeblickt und um einen sorgfältigen Umgang mit den vereinseigenen Geräten gebeten. Beschädigungen sollten immer gemeldet werden. Außerdem sollten sie rechtzeitig wieder zurückgegeben werden. Grundstücksveränderung und Hofübergaben sollten darüberhinaus unbedingt sofort an den Jagdvorsteher gemeldet werden. Die Jagdgenossenschaft ist verpflichtet, einen ordentlichen Jagdkataster zu führen. Dies sei aber nicht möglich, wenn Veränderungen nicht gemeldet werden. Für die Landwirte sah Schmidl durch die drohende Afrikanische Schweinepest eine große Gefahr. Diese werde durch Wildschweine übertragen. Er sprach sich deshalb dafür aus, diese mit allen Mitteln zu bejagen.

Seiner Ansicht nach sollte es den Jägern auch ermöglicht werden, bei der Jagd auf die Wildschweine auch mit Nachtsichtgeräten zu arbeiten. Des Weiteren machen den Landwirten auch die Biber und der Fischotter Probleme. Was die Landwirte in jedem Fall nicht wollen, ist der Wolf. Die Zusammenarbeit mit den Jagdpächtern sei im Schmidgadener Revier hervorragend, betonte Schmidl und dankte den beiden Pächtern.

Für die Jagdpächter blickte Manfred Röhl auf das vergangene Jahr zurück. Die von der unteren Jagdbehörde vorgegebenen Abschusszahlen beim Rehwild wurden demzufolge erfüllt. Fasane und Rebhühner werden - da kaum noch vorhanden - schon seit Jahren nicht mehr bejagt,. Ein Problem gebe es auch mit den Hasen: Während die Population im Frühjahr noch gut gewesen sei, seien sehr viele Tiere im Herbst an Krankheiten verendet. Das Raubzeug werde auch bejagt. Auf die Wildschweinjagd eingehend sagte Röhl, dass diese nicht so einfach sei. Die Tiere würde sich dem Jagddruck anpassen.

Bürgermeister Josef Deichl freute sich über die gute Zusammenarbeit zwischen Jagdgenossen und den Jagdpächtern und verwies noch einmal auf den Wegebau. Hier habe die Gemeinde schon im Vorfeld viel getan: Zum Beispiel seien Entwässerungsgräben gezogen worden.

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