09.03.2018 - 20:00 Uhr
Schmidgaden

Wegebau Jagdgenossen fühlen sich im Nachteil

Jagdpächter Peter Schulz berichtete bei der Jahresversammlung der Jagdgenossenschaft Rottendorf, dass der Abschussplan beim Rehwild voll erfüllt wurde. 13 Rehe seien Opfer des Straßenverkehrs geworden. Weiter seien 6 Sauen, 11 Füchse und 7 Reiher erlegt worden, aber kein Hase. Eindringlich warnte er vor der Schweinepest. Wer einen Kadaver finde, müsse dies den Jägern melden.

Josef Schönberger (Dritter von links) schied als Beisitzer aus. Jagdvorsteher Ägidius Viehauser (links) überreichte einen Geschenkkorb. Michael Schönberger (Dritter von rechts) wurde zum neuen Beisitzer gewählt. Mit im Bild Gemeinderat Christian Pröls (Zweiter von links), Jagdpächter Peter Schulz (Zweiter von rechts) und Bürgermeister Josef Deichl (rechts). Bild: rbm
von Roswitha BöhmProfil

Jagdvorsteher Ägidius Viehauser, berichtete, dass die untere Jagdbehörde der Pachtverlängerung zugestimmt habe. Der digitale Jagdkataster koste für beide Bögen 100 Euro. Erfreut zeigte er sich, dass 2017 nur ein Wildschaden gemeldet und das Mulchgerät oft eingesetzt wurde. Er dankte Gerätewart Christian Pröls für die Einweisung der Benutzer. Wenig Verständnis zeigte Viehauser für den Abbau öffentlicher Jagdeinrichtungen und das private Aufstellen.

Viehauser sagte Josef Schönberger Dank für sein Wirken als Beisitzer. In einer schriftlichen Ergänzungswahl setzte sich Michael Schönberger mit einer Stimme Mehrheit gegenüber Johann Wesnitzer durch. Viehauser machte eine Einladung zur Hege- und Trophäenschau am 24. April in Nabburg bekannt. Zum Schluss kritisierte er, dass seiner Meinung nach die Jagdgenossenschaft Rottendorf benachteiligt wurde. Konkret ging es um die Abfuhr von Fräsgut beim Wegebau. Er forderte, auch die Rottendorfer einzubinden und die Vergütungen der Jagdgenossenschaft gutzuschreiben. Bürgermeister Josef Deichl betonte, dass die Gemeinde sich um Zusammenarbeit mit allen Jagdgenossen bemühe. 2015 seien in jeder Gemarkung Wege aufgeschottert und Gräben erstellt worden.

Anträge auf Wegebau behandle der Gemeinderat und beschließe, wie viel Geld im Haushalt bereitgestellt werden müsse. Die Vorwürfe wies er energisch zurück. Schließlich einigte man sich so: Die Jagdgenossenschaft Rottendorf erstellt anhand einer Wegeliste den erforderlichen Bedarf und legt ihn dem Gemeinderat vor. Kassier Ludwig Eckl berichtete, dass die Jagdpacht zu 45 Prozent ausbezahlt, zu 45 Prozent für Wegebau angespart und zu 10 Prozent für allgemeine Verwaltungskosten zurückbehalten wurde. Die Versammlung beschloss, auch 2018 so zu verfahren.

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