16.03.2018 - 20:54 Uhr
Schmidgaden

Zweckverband vergibt Auftrag in Höhe von 3,5 Millionen Euro an Firma Pfaffinger 7000 Meter neue Leitungen

Schmidgaden/Nabburg. 3,5 Millionen Euro netto kosten die weiteren Sanierungsmaßnahmen im Bauabschnitt I. Norbert Winter vom Ingenieurbüro Seuss zeigte den Zweckverbandsräten der Brudersdorfer Gruppe in der Sitzung Bilder von gebrochenen und gerissenen Leitungen. Sie kamen bei denjenigen Neuverlegungen ans Tageslicht, die wegen der Synergieeffekte schon zusammen mit laufenden Straßenbaumaßnahmen ausgeführt wurden.

Löcher und Risse: Der Zustand der Leitungen ist laut Norbert Winter nicht nur innerorts so, sondern auch auf Freiflächen schlecht. Bild: exb
von Claudia Völkl Kontakt Profil

Nun sind sieben Kilometer Wasserleitung in den Bereichen Obersteinbach, Passeldorf, Fraunberg, Ragenhof, Kadermühle, Inzendorf, Hohersdorf und Rottendorf sowie 100 Hausanschlüsse zu verlegen. Das Material ist aus zeitgemäßem Polyethylen PE 100 RC SDR 11. Winter appellierte an die Grundstücksbesitzer in Altgebieten, ihre privaten Hausleitungen zu erneuern. Es sei Eigenleistung möglich, doch die Verlegung müsse zwecks Gewährleistung die Fachfirma übernehmen. Zu bauen sind auch Druckminderschächte für Inzendorf und Rottendorf. Leerrohre müssen für die spätere Fernwirktechnik eingezogen werden. Die Maßnahme wurde im Bayerischen Staatsanzeiger ausgeschrieben. Für das schwierige Vorhaben in begrenzter Zeit gaben nur zwei Firmen ein Angebot ab. Das der Firma Pfaffinger GmbH aus Passau beläuft sich auf 4,2 Millionen brutto und 3,55 Millionen netto. Im Los enthalten ist eine Kanalbaumaßnahme in der Gemeinde Schmidgaden, die dann wieder herausgerechnet wird. Start ist am 2. Juli, Abschluss am 31. Oktober 2019. Den Baubeginn im Sommer begründet die Firma mit einer vernünftigen Arbeitsvorbereitung und dem Einsatz einer gleichbleibenden Mannschaft. "Wir müssen vergeben, ob es uns gefällt oder nicht", meinte Schärtl mit Blick auf die Förder-Deadline.

Florian Burth appellierte daran, erst den kostenintensiven Teil anzupacken, um die Förderschwelle zu erreichen. Das wird laut ZV-Geschäftsführer Hans Werner im Bautagebuch so vereinbart. Christian Pröls sprach den späten Baubeginn im Juli an und regte an, angesichts dieses Zeitfensters über eine erneute Ausschreibung nachzudenken.

Falls das Pferd gewechselt würde, hätte der Zweckverband noch lange keine Garantie für günstigere Preise. Man riskiere die rechtzeitige Fertigstellung und die Förderung, so Armin Schärtl. Die Firma habe einen Rechtsanspruch, ergänzte Verbandsrat Andreas Altmann. Sie könnte Beschwerde bei der VOB-Stelle einlegen.

"War der März terminiert?", hakte Pröls nach. Wie die Firma die Arbeiten in der vorgegebenen Zeitspanne eintaktet, "ist ihre Sache", betonte Verbandsvorsitzender Schärtl. Die Vergabe wurde mehrheitlich (Gegenstimmen von Florian Burth und Christian Pröls) beschlossen.

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