Hauptversammlung der Feuerschützen
Deckel drauf bei 60 Personen

Die geehrten Vereinsmeister mit 2. Bürgermeisterin Eva Eichenseer (links) und dem Vorsitzenden Theo Fochtner (rechts). Bild: pop
Freizeit
Schmidmühlen
10.01.2017
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Jahreshauptversammlungen, die reibungslos und flott vonstatten gehen, sind stets ein gutes Zeichen, dass es in einem Verein stimmt. Dies trifft bei den Feuerschützen zu.

Die Gründe waren vielfältig. Aber seitens des Schützenmeisters Theo Fochtner gab es Anmerkungen zum "Umgang mit den Sportschützen". Und - was in der Politik kontrovers diskutiert wird - bei den Feuerschützen gibt es seit heuer eine Obergrenze. Der Rechenschaftsbericht des Schützenmeisters fiel umfangreich aus. So blickte Fochtner auf die Feiern zum Zehnjährigen zurück.

Künftig Begrenzung

Seitens des Marktes wurde der Ehrenvorsitzende Helmut Dietrich bei der Funktionärsehrung im Hammerschloss mit der Ehrenurkunde in Gold ausgezeichnet.

Für die Zukunft setzte der Vorstand ein wichtiges Zeichen. Er begrenzte die Mitgliederzahl auf 60. Derzeit gehören den Feuerschützen 55 Personen (es gab eine Neuaufnahme) an, so dass diese Obergrenze bald erreicht sein wird. Der Verein hatte sich im vergangenen Geschäfts- und Sportjahr in der Groß- und Kleinkaliberschießanlage in Winkerling eingemietet und betreibt dort seinen Sport - nach einem strengen Reglement, das sich an den ebenfalls strikten gesetzlichen Vorgaben orientiert.

In seinem Rechenschaftsbericht ließ der Vorsitzende kurz das vergangene Jahr Revue passieren. Insgesamt, so resümierte Fochtner, verlief das Jahr überaus harmonisch. Zwölf Schießen standen auf dem Programm, bei denen unter anderem auch die Vereinsmeister und der Schützenkönig ermittelt wurden.

Kameradschaft gepflegt

Gepflegt werden nicht nur das sportliche Schießen, sondern auch die Kameradschaft und die Geselligkeit. Hier erwähnte Fochtner insbesondere das Sommercamp und die Weihnachtsfeier.

Die Sicherheit im Umgang mit den Waffen und ein entsprechendes Verhalten am Schießstand stehen bei den Feuerschützen ganz oben an. Hier dankte der Schützenmeister allen Verantwortlichen. "Wir Sportschützen stehen mit dem Schießsport im kritischen Fokus der Öffentlichkeit", so Theo Fochtner.

Negatives Image

"Immer wieder wird unser Sport mit einem negativen Image behaftet. Zu Unrecht." Im Einzelnen wurden die aktiven Feuerschützen nochmals über die gesetzlichen Vorgaben und die Standordnung belehrt.

Die VereinsmeisterNicht nur sportlich und gesellschaftlich ist bei den Feuerschützen alles im grünen Bereich, sondern auch bei den Finanzen. Dies ging aus den Berichten von Kassier Karoline Gerber und Revisor Daniel Wolfsteiner hervor.

Bürgermeisterin Eva Eichenseer nahm Zusammen mit Theo Fochtner die Ehrung der Vereinsmeister vor. Dies sind bei den Herren Sascha Merz (Großkaliber Revolver), Dominik Wondrak (Großkaliber Pistole), Sascha Merz (Großkaliber Gewehr), Berthold Schutzbier (Kleinkaliber Revolver), Theo Fochtner (Kleinkaliber Pistole) und Peter Ferstl (Kleinkaliber Gewehr). Bei den Damen siegten Karoline Gerber (Großkaliber Revolver), Helga Fochtner (Großkaliber Pistole), Karoline Gerber (Großkaliber Gewehr), Rita Geitner (Kleinkaliber Revolver) und Christiane Wolfsteiner (Kleinkaliber Pistole). In der Disziplin Kleinkaliber Gewehr belegten bei gleicher Punkt- und Ringzahl Christiane Wolfsteiner und Rita Geitner den ersten Rang. Schützenkönigin wurde mit einer Matchbüchse 22lfb auf 25 Meter Entfernung Christiane Wolfsteiner. Sie bekam die Ehrenscheibe. (pop)


WaffenLaut vorliegenden Zahlen des Bundeskriminalamts (BKA) Wiesbaden wurden 2014 in Deutschland 6 082 064 Straftaten registriert, bilanzierte bei der Versammlung Schützenmeister Theo Fochtner. Bei 0,2 Prozent waren Schusswaffen involviert. Von den 443 Waffen, die am Tatort sichergestellt wurden, waren 335 (75,7 Prozent) erlaubnisfrei. Der Anteil der Straftaten mit legalen Waffen, so die Rechnung des Schützenmeisters, lag 2014 bei insgesamt 0,00008 Prozent. Er stellte fest, dass Deutschland eines der strengsten Waffengesetze hat, was auch von den Feuerschutzen unterstützt wird. "Waffenrechtsverschärfungen, wie sie derzeit wieder von der EU geplant werden, sind auch nach Meinung von Experten grundsätzlich keine wirksame Methode, um Kriminalität zu verhindern. In erster Linie sollte der illegale Waffenhandel besser bekämpft werden und nicht der streng reglementierte und überwachte Schießsport", so Fochtner. (pop)
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