25.01.2006 - 00:00 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Schmidmühlener Frauenbund feiert Fasching im Altenbucher-Saal : Allwissende Tratschtanten am Gartenzaun

Richtig rund ging es beim Schmidmühlener Frauenbund, der im voll besetzten Altenbucher-Saal Fasching feierte. Viele Einlagen und Sketche sorgten für Stimmung, die Herren Vogl und Zenger spielten schmissige Musik auf.

von Johann BauerProfil

Viele Besucher waren maskiert gekommen. Vorsitzende Gerda Puchta trug ihre Begrüßung in Versform vor. Eine gelungene Einlage mit einem "Gartenzaungespräch" zeigten die jungen Frauenbundmitglieder aus Schmidmühlen. Die Damen hatten sich hierzu an einem Gartenzaun aufgestellt und berichteten über angeblich wahre Geschehnisse. Da konnte man hören, dass die Vorsitzende Gerda Puchta ihren 60. Geburtstag feierte, "owa sie sigt nu guat as mit wenig graue Hoar". Von Pfarrer Georg Braun hieß es, dass er bei einem Ausflug seinen Handkoffer so gut verstaut habe, dass niemand den Koffer mehr finden konnte.

Frau des Bürgermeisters kennt kein Pardon

Für den Adventmarkt hatte der Mesner Eduard Kraus das Backen eines Kuchens versprochen: "In da Friah hot ern ogriart und an Namedoch hot ern bacha!" Bei der Ausstellung im Hammerschloss sei eine Figur des Heiligen Johannes gesucht worden. Diese sei aber gut verpackt in einem Karton im Pfarrhaus gestanden. Die Damen erzählten auch über das Hammerschloss, "wo man Bauchtanz, Thaichi, QuiGong, Jogga und wos nu alles machen kann". Die Frauen beklagten auch, dass im Gemeinderat nur die Männer anschaffen und der Frauenbund eine eigene Liste für die kommende Wahl aufstellen soll. Über Bürgermeister Peter Braun konnte man hören, dass er am Freitag beim "Schafkopfa" schon mal versumpft, aber seine Frau am Samstagmorgen kein Pardon kennt und ihn zum Einkaufen schickt. Ebenfalls wurde über die "schiane Ausflugsfahrt" nach Prag berichtet, bei der man von einer Sehenswürdigkeit zur anderen gerannt sei.

Rita Stollenmeier sorgt für Stimmung

Arg strapaziert wurden die Lachmuskeln der Zuschauer auch bei der Einlage von Rita Stollenmeier. Und als die Stimmung am besten war, zog der gesamte Schmidmühlener Hofstaat in den Saal ein. Da konnten die Frauenbundmitglieder den Gardetanz und Gardeschautanz bewundern. Natürlich wurde dem närrischen Volk auch das Schmidmühlener Prinzenpaar vorgestellt.

Natürlich wurde auch das Tanzbein kräftig geschwungen, die Tanzfläche war zu den Klängen des Duos Vogl/ Zenger immer wieder voll belegt. Die Frauen sangen auch gern mit bei bekannten Liedern wie dem Kufstein-Lied oder "Anneliese". Nicht fehlen durfte natürlich auch der "Anton aus Tirol". Kaum hatten die Frauen einmal das Tanzparkett verlassen, hieß es: "Auf geht's zur Polonaise."

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