112. Jahrestag des Zunftverein der Mauerer und Zimmerer
Tradition verplichtet

Den 112. Jahrestag seiner Gründung feierte der einzige Zunftverein im Landkreis, die Mauerer und Zimmerer in Schmidmühlen, am Sonntag zusammen mit ihren Brudervereinen. Bilder: bö (2)
Kultur
Schmidmühlen
13.03.2018
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Der Namenstag des Heiligen Josef ist erst am Montag, 19. März. Den 112. Jahrestag der Vereinsgründung, verbunden mit der Josefifeier, feiern die Mitglieder des Zunftvereins der Mauerer und Zimmerer in Schmidmühlen zusammen mit ihren Brudervereinen schon am Sonntag.

Unter ihrem Leitspruch "Gott segne das ehrbare Handwerk" halten sie schon seit ihrer Gründungszeit diese Tradition aufrecht. Mit einem Kirchenzug samt Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Ägidius und einer Josefifeier in geselliger Runde bei den Herbergseltern der Familie Pfann im Gasthof Lindenhof erinnerten die Zunftvereinsmitglieder an ihren Schutzheiligen.

Dabei waren neben den Mitgliedern des einzigen Zunftvereins im Landkreis auch die Zimmerleute und Schreiner aus Amberg mit ihrem Vorsitzenden Josef Donhauser, die Mitglieder des Brudervereins der Maurer und Zimmerleute aus Regenstauf mit Wolfgang Assmann, der Fachverein der Maurer und Steinmetze aus Straubing mit Franz Pongratz und der Fachverein der Maurer und Steinmetzte aus Straubing mit Hermann Wutz.

Abgesprochen gilt auch für heuer wieder, dass die Schmidmühlener beim Einzug zum Gäubodenfest nach Straubing kommen. Am Sonntag, 18. März, sind die Schmidmühlener Zunftvereinsmitglieder beim Josefitag ihres Patenvereins der Zimmerleute und Schreiner in Amberg mit dabei.

Würde es nach den Zunftvereinen gehen, dann wäre auch heute noch der 1968 abgeschaffte Josefitag am 19. März gesetzlicher Feiertag. Heute erinnern die Schmidmühlener an ihren Schutzpatron im Wechsel mit ihrem Patenverein, den Zimmerleuten und Schreinern aus Amberg am Sonntag vor und am Sonntag nach seinem kalendarischen Namenstag.

Seit eh und je berufen sich die Zunftvereine auf Noah und den heiligen Josef aus Nazareth als ihre Schutzpatrone. Sie tragen mit Stolz ihre Fahnen, auf denen neben verschiedenen Zunftzeichen immer eine Abbildung des Heiligen Josef im Mittelpunkt der Fahnenstickerei steht.

Für Vorsitzender Günther Bauer sind das Jahresamt und die Josefifeier Eckpunkte. Er dankte Pfarrer Werner Sulzer und der Blaskapelle St. Ägidius für die Gestaltung. Für den Markt Schmidmühlen würdigte Bürgermeister Peter Braun, selbst Ehrenmitglied im Verein, die Bereicherung im gesellschaftlichen Leben des Marktes. Es sei auch für die Mitglieder eine besondere Aufgabe gewesen, beim Bau des Vereinsstadels und des Backofens mitzuhelfen ihre Berufserfahrung mit einzubringen.

Dass der Heilige Josef ein gerechter und ausgleichender Mann gewesen sein muss, davon erzählte Pfarrer Werner Sulzer in seiner Predigt. "Gutes tun und Gutes denken sind Lebensprinzipien, die in unserer Gesellschaft leider oft zu kurz kommen." Für 40 Jahre Mitgliedschaft beim Zunftverein der Maurer und Zimmerer wurden Johann Braun und Heinrich Preininger geehrt; für 30 JahreHelmut Werner, Josef Meier und Heinrich Graf und für 20 Jahre Andreas Lickleder.
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