Barbara Schaller feierte ihren 85. Geburtstag
Der rauhe Hals und die Palmbüscherl

Ihren 85. Geburtstag feierte in den vergangenen Tagen Barbara Schaller aus Schmidmühlen. Von Seiten des Marktes Schmidmühlen gratulierte 2. Bürgermeisterin Eva Eichenseer. Bild: bö
Kultur
Schmidmühlen
28.02.2018
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Es war damals im Jahr 1933 schon eine schwierige Zeit gewesen, in die Barbara Sperl hineingeboren wurde. Als fünftes von acht Kindern der Eheleute Theresia und Georg Sperl kam die Jubilarin in Emhof zur Welt. Jetzt konnte sie im Kreise ihrer fünf Kinder ihren 85. Geburtstag feiern.

Sie schloss in jungen Jahren eine Ausbildung als Einzelhandelskauffrau beim Konsum in Schmidmühlen ab. Im September 1952 heiratete sie Alois Schaller aus Schmidmühlen. Ihren Kindern waren sie und ihr Mann treu sorgende Eltern. Es war nicht nur die Sorge um die Familie, sondern auch die Arbeit im landwirtschaftlichen Anwesen über einen Zeitraum von drei Jahrzehnten, die das Leben der Jubilarin mit geprägt hat.

Ihr soziales Engagement zeigte die Jubilarin über 20 Jahre beim Palmbüscherl binden. "Da waren wir zuerst im Benefizium, dann im Pfarrheim, im Schützenheim und dann bei Renate und Gerhard Senft".

Über Jahrzehnte war der wöchentliche Musikstammtisch für sie ein besonderer Treffpunkt. Mit dabei waren damals ihr Mann Alois Schaller und die Jubilarin Barbara Schaller (Diatonische, Gesang) Michael Koller und Anna Koller (Diatonische, Gesang), Richard und Herta Ferstl (Gesang, Gitarre). Aus dieser Gruppierung ist dann in Schmidmühlen die Volks- und Brauchtumsgemeinschaft "Der Rauhe Hals" entstanden, der in Spitzenzeiten bis zu 18 Mitwirkende angehört haben.

Der "Rauhe Hals" und die "Angerer" waren in Schmidmühlen ein fester Begriff, wenn es um Brauchtum, Volksmusik und alte Liedtexte ging. Selbst der damaligen Kreisheimatpflegerin und jetzigen Mitarbeiterin des Bayerischen Rundfunks, Evi Strehl, hat sie schon so manchen Text aufgeschrieben und manche Melodie vorgesungen.

Ihren Schwerpunkt legten die Mitwirkenden damals auf altes, meist nur mündlich überliefertes Liedgut, wie man es heute nur noch aus Erzählungen kennt - und da war auch öfter der ehemalige Bezirksheimatpfleger Adolf Eichenseer in Schmidmühlen zu Gast, um dieses vom "Rauhen Hals" gepflegte Liedgut zu dokumentieren.

Für den Markt Schmidmühlen gratulierte 2. Bürgermeisterin Eva Eichenseer, für die Pfarrei Pfarrer Werner Sulzer und für die KAB Renate Senft und Erich Jeziorowski.
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