04.04.2018 - 20:00 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Die Blaskapelle St. Ägidius hatte eingeladen Zu Ostern auf musikalische Weltreise

Mit einer feinen Gesamtleistung auf allen Positionen lassen die Musiker der Blaskapelle St. Ägidius ihr Publikum an einer melodiösen Weltreise teilhaben. Die Gäste bekommen fast alle Genres konzertanter Blasmusik zu Gehör.

An Ostern war die Blaskapelle St. Ägidius auf musikalische Weltreise gegangen. Zu Gast war sie nicht nur in Oregon, sondern auch im Salzkammergut beim "Mariandl"
von Paul BöhmProfil

Tausend Takte Musik des Konzertorchesters und der Nachwuchsformation gehören in Schmidmühlen alle Jahre zu Ostern - so wie bunt gefärbte Ostereier. Zu hören war die ganze stilistische Bandbreite von symphonischer Blasmusik über Marsch- und Polkaklänge bis hin zu modernen Stücken aus Rock-, Pop- und Filmmusik, samt Walzermelodien aus der Zeit, als im Jahr 1961 im Salzkammergut das "Mariandl" gedreht wurde und der Wein an der Donau ganz besonders romantisch aufblühte.

Grandiose Vorstellung

Viel Hintergrundwissen zu den Stücken hatten Melissa Baier, Petra Moser, Luis Weigert, Marita Gardner, Laura Baumann, Simone Pinter, Janis Gardner, Crispin Gardner und Sebastian Wittl als Moderatoren vorbereitet. Dass alle Plätze in der Konzerthalle besetzt waren, ist dem guten Ruf geschuldet, den das Osterkonzert schon seit Jahren genießt. Wie stellvertretende Bürgermeisterin Eva Eichenseer anmerkte, gehören die Konzerte von St. Ägidius zu den besonderen kulturellen Ereignissen. "Dafür sage ich Dank, dass es euch gibt und dafür, dass ihr für uns diese schönen Geschenke der Musik für uns einstudiert habt." Von einer imposant klangvollen Weltreise durch die Musik sprach Bezirksvorsitzender Gerhard Engl. "Da lade ich alle ein, sich zurückzulehnen und diesen Musikabend zu genießen."

Damit auch alles in der richtigen Reihenfolge ablief, gastierte Kaiserin Sissi noch rasch mit ihrem Konzertmarsch beim Barbier von Sevilla, um sich schnell eine schicke Frisur für die abenteuerliche Zugfahrt mit der Northern Pacifics Railroad durch die faszinierende Landschaft des amerikanischen Bundesstaat verzaubern zu lassen. "Oregon" heißt das Bravourstück, mit dem Jacob de Haan diese Eindrücke für die Schmidmühlener Blaskapelle aufgeschrieben hat.

Junge Liebe

Dass "Live an let die" eine bekannter James-Bond-Melodie ist, darüber informierte Crispin Gardner. "Seventeen come Sunday" war nichts anderes als die Geschichte eines englischen Volksliedes, dessen Saga von einer jungen Liebe erzählt und mit starken, ausdrucksvollen Melodienfolgen untermalt wurde. Schöne Polkaklänge aus dem Stück "Ein halbes Jahrhundert" waren all jenen gewidmet, die irgendetwas mit 50 zu tun haben, so Luis Weigert in seiner Ansage. "Da meine ich alle goldenen Hochzeitler, Geburtstagskinder und Polkaliebhaber."

Kleiner grüner Kaktus

Dass die gute alte Disco der 70er-Jahre lebt, davon berichtete das Nachwuchsorchester mit dem Johnnie- Vinson-Stück "Thunderbolt", also Blitz und Donner, der selbst die schlafenden Löwen von Simon Felder - The Lions sleeps tonight - aus dem gleichnamigen Musical nicht wecken konnte. Dass der kleine grüne Kaktus auch sticht, das erzählte die Nachwuchsgemeinschaft den Besuchern aus ihrer Episode der legendären Comedian Harmonists.

Eine grandiose Zirkusvorstellung erlebte das Publikum mit dem Manfred-Gätjens-Stück "Manegenzauber" mit Zirkusdirektor Sebastian Wittl und gespielten Zirkuseinlagen der Musiker aus dem Nachwuchskreis. Feinen Jazz-Blues zauberte das Orchester mit dem Stück "Sweet Georgia Brown" in die Manege.

Romantisch wurde es mit dem Walzerstück "Wenn der Wein blüht" und dem immer wieder gerne zu hörenden "Mariandl" aus dem Wachauer Landl nach dem gleichnamigen Spielfilm aus dem Jahr 1961 - so richtig zum dahinschmelzen mit Marita und Josef Lobenhofer als Gesangssolisten. Die musikalische Gesamtleitung hatte erneut Josef Lobenhofer.

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