Es war krachert voll beim Wildererball
Schmidmühlener Nächte sind lang

In Schmidmühlen drehte sich die Welt beim Wildererball rund um das Thema Fußballweltmeisterschaft und da geben die Mädels der Prinzengarde tolle Unterstützung für Jogis Jungs.
Kultur
Schmidmühlen
11.02.2018
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Sakrisch Guad waren die Mädels der Jugendgarde mit ihrem Auftritt beim Wildererball - Ein tosender Applaus war der Lohn dafür. Bild: BÖ

Wenn die Sterne des Südens leuchten, dann ist Wildererzeit beim Faschingskomitee in Schmidmühlen.

"Sakrisch Guad" und darauf ein kräftiges Schmidmühlen oho! Noch einmal richtig Vollgas gaben am Faschingswochenende die Narren in Schmidmühlen im Altenbuchnersaal. Es war angesagte Wildererzeit und da haben es die Mädels der Prinzengarde und der Jugendgarde samt dem Männerballett noch einmal so richtig krachen lassen. Zusammen mit der Band "Sakrisch" aus der mittleren Oberpfalz mit Freudenberger Schwerpunkt platzierten die Mitglieder des Faschingskomitees einen weiteren glänzenden Stern am Faschingshimmel des Südens. Natürlich ging es heuer um die Fußballweltmeisterschaft und eine bezaubernde Unterstützung für Jogis Jungs als großes Motto des Showtanzes.

Es herrschte tolle Stimmung und die fünf Sakrisch-Jungs verstanden es hervorragend das Publikum auf die Tanzfläche zu locken.

Den Startschuss für eine lange Wildererballnacht gaben natürlich Prinzessin Lisa I. und Prinzgemahl Andreas II. mit ihrem Prinzenwalzer. Dazu ein zackiger Auftritt der Mädels mit ihrem Gardetanz und dann war man auch schon drin mitten im Schmidmühlener Faschingshimmel.

Genau so, wie es vor einigen Jahrzehnten im altehrwürdigen Espach-Saal öfter mal vorgekommen ist, dass sogar der strapazierfähige Parkettboden wieder zum Zittern gekommen ist. Und genau diese Stimmung und die Ausgelassenheit von damals verspürte man auch wieder im restlos ausverkauften Saal bis weit nach Mitternacht. Man erinnert sich gerne in Schmidmühlen an die Faschingszeit der siebziger und achtziger Jahre, als es kein Wochenende gab, wo im Espachsaal nicht zum Ball mit allen möglich Mottos geladen war.

Von sechzehn bis sechzig war das Publikum breit gestreut gewesen, das sich für die lange Schmidmühlener Ballnacht einiges an originellen Kostümen und Jagdszenen hat einfallen lassen. Dass bekanntlich die Wilderer- und davon hat man in jener Nacht doch einige ausmachen können, erst etwas später, aber dafür etwas länger unterwegs sind, ist wohl ihrer Spezies und dem Wildererblut zuzuschreiben, das in ihnen steckt und so wie ein Gruppevirus in diesen tollen Faschingstagen zum Ausbruch kommt.

Dass sich in Schmidmühlen alles um die Fußballweltmeisterschaft dreht, hatte sich die Prinzengarde als Motto für ihren Showtanz ausgesucht. Gardetrainerin und Kommandeuse Marion Bauer hat zusammen mit ihren Mädels über das ganze Jahr darauf hingearbeitet und trainiert, um den Meistertitel samt Goldpokal mit Garde- und Showtanz einzufahren.

Stolz sein können die Schmidmühlener auch auf ihre Jugendgarde, die mit ihrem Showtanz rund um das Thema "Cowgirls" eine tolle Visitenkarte abgeben konnte. Um allerdings die ganz heiße Nummer des Männerballetts zu erleben, musste man schon bis nach Mitternacht ausharren, wohl auch deswegen, weil die Boys ein bisschen scheu sind und ein ganzes Stück Mut aufbringen müssen, um zu Roy Orbisons "Pretty Woman" und anderen Hits den alten Männer-Jargon abzulegen und ausgelassen übers Parkett zu fegen.

Glimmer und Glanz beherrschte neben den vielen originellen Masken und Verkleidungen die Szene mit den traditionell in Rot-Weiß gehaltenen Gardekostümen. Gewohnt ausgefeilt und exakt einstudiert und mit einem Schuss Akrobatik versehen waren Gardetanz anzusehen. Zackig und mitreißend der Showtanz als das "Wouh-Erlebnis" der Wildererballnacht.

Übrigens, die Idee des Wildererballs wurde einstmals aus Emhof nach Schmidmühlen getragen, so ist dieser Faschingsrenner entstanden. Beherzte Bürger, Jäger und Wilderer die Idee des Wildererballs aufgegriffen und organisiert, ein Faschingsball der mittlerweilen zu einem Selbstläufer geworden ist.

Wie lange die Wilderernacht in Schmidmühlen gedauert hat, wird letztlich das Geheimnis derer bleiben, die vom Fasching nicht genug bekommen können. Und so ist es mit den Wilderern auch, denn die erzählen auch nicht, wann sie vom Ansitz nach Hause gekommen sind.

Am Faschingsdientag ist dann als krönender Abschluss der fünften Jahreszeit zum Faschingszug ab 14 Uhr mit anschließender Open-Air Party am Marktplatz eingeladen.
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