04.09.2017 - 15:46 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Kirwa in Schmidmühlen Mühlradl und der Bandltanz

Der Kirchweihsonntag begeisterte Hunderte von Zuschauer am Hammerplatz. Sie zollten den 30 Kirwapaaren für ihre Darbietungen langanhaltenden Applaus. Zur Freude der Besucher traten auch die Kindergartenkinder auf. Der Markt zeigte sich mal wieder von seiner besten Seite.

Das neue Oberkirwapaar Stefan Graf und Christina Spies.
von Johann BauerProfil

Alle Kirwaleit nahmen um 9.30 Uhr am Festgottesdienst in der Pfarrkirche teil und gestalteten ihn mit. Nach der Messe hieß es die Vorbereitungen für den Nachmittag zu treffen. Zur Mittagspause verteilten sich Moidln und Boum in den Gaststätten von Schmidmühlen, ehe am Nachmittag der Baum ausgetanzt wurde.

Als gegen 14.30 Uhr die Paare auf der prächtig geschmückten Kutsche von Michael Fischer zum Hammerplatz rollten, zogen bereits dunkle Wolken auf. Der Einmarsch wurde durch die Musik des Duo HeJo und kräftiges Mitklatschen der Zuschauer unterstützt. Es bot sich ein buntes Bild, als 30 Paare beim Kirwabaum einen großen Kreis bildeten.

Nach dem Einmarsch folgte als erster Tanz ein Boarischer. Immer wieder waren die Schlachtrufe "Wer hot Kirwa? oder Wer hot den schöinsten Kirwabam?" zu hören. Die Zuschauer bildeten einen großen Kreis um die Paare und geizten auch nicht mit Beifall. Kaum waren allerdings die ersten Tänze vorbei, begann es heftig zu regnen. Die Darbietungen mussten unterbrochen werden. Kirwapaare, Musik und Zuschauer suchten Schutz vor dem Schauer im Ochsenwirtsstodl und Zelt.

Das reichhaltige Kuchenbüfett wurde gleich zur Stärkung genutzt. Nach einer 20-Minütigen Regenpause ging mit den Tänzen weiter: Kreuzpolka, s'Fensterl und vieles mehr. Gespannt wartete man auf die Ermittlung des neuen Oberkirwapaares. Hierzu spielten Hans und Helmut einen Walzer und dabei musste ein Blumenstrauß von Paar zu Paar weitergegeben werden. Als plötzlich die Musik stoppte, standen die Gewinner fest: Stefan Graf und Christina Spies fest.

Der neue Oberkirwabursch musste traditionell den Kirwahut und das Schultertuch vom Baum herunter holen. Natürlich stand auch einen Ehrenwalzer für das neue Oberkirwapaar auf dem Programm. Gespannt lauschten die Zuschauer den Gstanzln der Kirwapaare. Hierzu trat immer ein Moidl oder Bursch vor und lies so manche Episode Revue passieren. Da konnte man unter anderem erfahren, dass der Markt schöner werden soll, "so is der Plan, drum fing die Gemeinde glei a riesen Umfrage an."

Auch soll Bürgermeister Peter Braun in der Waschanlage seine Fenster offengelassen haben. "In Emhof drunten is Hopfen und Malz verlorn, dou is doch glatt a Auto ohne Fahrer in Vils eine g'foarhn".

Der Sportverein ist allen bekannt, doch dass döi a nu aufgestiegen sind, des is allerhand. Die Blaskapelle hat die Marktfestbar hergegeben, weil sie sie sich nicht rentiert. Die Fußballer hom die Chance genutzt und aus dem Gewinn glei an Malle-Trip finanziert. Auch die Hohenburger Kirwaleut bekamen etwas ab, denn sie tanzten mit Turnschuh' und Kappl.

Dass die Kirwagemeinschaft keine Angst um die Zukunft haben müssen, zeigten die Kindergartenkinder. Mit Musik und unter dem Klatschen der Zuschauer marschierten die Kleinsten des Marktes ein und führten die Sternpolka und den Bandltanz auf. Langanhaltender Applaus war der Dank für die gelungene Aufführung. Den Abschluss bildete das Mühlradl.

In den Gesichtern der Moidln und Boum stand doch eine gewisse Zufriedenheit, über das Geleistete in den letzten Wochen und so konnte man nach dem traditionellen Kirwabaumaustanzen bei Kaffee Kuchen den Stress etwas ablassen. Für Kirwaunterhaltung sorgten erneut HeJo.

Nach etwa zweistündiger Erholungsphase luden die Kirwapaare zur Gaudi mit "Krach, Bumm, Fürchterlich" im Wechsel mit "Blechlous" in den Ochsenwirtsstodl ein.

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