09.11.2017 - 20:00 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Musiknacht im Schmidmühlener Hammerschloss mit The Rooster Crows: Musik-Gockel reißt Fans mit

"The Rooster Crows - Der Gockel kräht!" - ein Weckruf für alle Fans handgemachter Musik ist wahrlich nicht mehr zwingend nötig, wenn die gleichnamige Band die Bühne betritt. Nicht zum ersten und hoffentlich nicht zum letzten Mal geben die Musiker ein Stelldichein in Schmidmühlen.

The Rooster Crows bei ihrem Auftritt anlässlich der Musiknacht im Hammerschloss von Schmidmühlen, zu der die Sportschützen eingeladen hatten. Bild: pop
von Autor POPProfil

Der Name bürgt für Qualität und passt zu einem bunten "Herbst im Lauterachtal" - wie auch das Motto der Wildspezialitätenwochen in Schmidmühlen lautet. Inklusive Jagdhornbläsern, Knödelbogen und Wildstreckenlegung oder eine in ein buntes Lichtermeer getauchte und leuchtende Lauterach am Allerseelentag. Damit ist die Aufzählung nicht vollständig.

Denn da gibt es noch eine Musiknacht im Hammerschloss, die man schon eine Kultnacht nennen kann. Einmal im Jahr lockt dieses etwas andere Konzert viele begeisterungsfähige Musikfans hierher. Es ist eine feste, ja fast schon eingeschworene Gemeinde, die sich einmal im November im Hammerschloss trifft. Kultcharakter hat dieses Konzert allemal.

Seit nunmehr zehn Jahren machen die Sportschützen nicht nur an den Ständen auf sich aufmerksam, sondern zeigen sich auch von einer anderen Seite - wenn sie zur Musiknacht ins Hammerschloss einladen. The Rooster Crows - seit ihrer Gründung Anfang 2013 sind sie zu einem musikalischen Ganzen zusammengewachsen und konnten an diesem Abend auch in Schmidmühlen ihre gemeinsame CD "Weed.Whites & Wine" vorstellen. Sie sind ihrem eingeschlagenen Weg mit ihrem Sound treu geblieben: Mit verschiedenen Saiteninstrumenten bringen sie eine klangliche Vielfalt auf die Bühne. Auf rhythmische Begleitung verzichten die Musiker bewusst. Vorbild für ihren Sound war der Ursprungssound von Johnny Cash mit seiner Band Tennessee Two. Dieser Name ist übrigens dem Bob-Dylan-Song "Don't Think Twice, It's Alright" entlehnt. Am Namen ist aber auch durchaus der Stil der Band erkennbar, der geprägt wird von Songs von Bob Dylan, Crosby, Stills & Nash, Neil Young, Bruce Springsteen, Johnny Cash, aber auch von den Beatles, den jungen US-Roots-Rockern Blackberry Smoke oder Simon & Garfunkel.

Durch eine Vielfalt an akustischen Instrumenten, mehrstimmigem Gesang und dem respektvollen Umgang mit den Originalen drückten The Rooster Crows auch in Schmidmühlen den Songs ihren eigenen Stempel auf. Stets erdig, natürlich, akustisch. Die Band spielt in der klassischen Besetzung der Bluegrass-Quartette. Sie hat aber nicht nur Songs im Stile dieser Musik im Gepäck, sondern bietet authentischen, handgemachten Blues, Country und Folk und arbeitet mit Zitaten aus dem Rock.

Zu Recht waren auch heuer die Nachfrage groß und die Karten rasch vergriffen, denn The Rooster Crows versprachen ein hervorragendes Programm und sie hielten ihr Versprechen. Im Gepäck hatte das Quartett Songs von Bob Dylan, Crosby, Stills & Nash, Neil Young, Bruce Springsteen, Mick Jiones, George Harrison, aber auch von Charlie Starr, Blackberry Smoke oder Prince und Simon & Garfunkel.

Es war ein echtes Konzert, bei dem sich die Zuhörer auf die Musik konzentrieren konnten, nicht abgelenkt wurden vom Gläsergeklapper oder dem oft lästigen Background-Gemurmel. Die Songs wurden vom Publikum nicht nur aufgenommen, sondern auch sichtlich genossen. Denn: Die vier Musiker überzeugten zu jeder Zeit und boten den Zuhörern eine tolle Musiknacht.

The Rooster Crows

The Rooster Crows ist eine neue (teilweise "alte") Formation, bestehend aus altgedienten Musikern der lokalen Regensburger Musik-Szene. Hans Deml (voc, guit, mand, bass) und Heiner Winkeler (guit, dobro, voc) spielen schon seit vielen Jahren zusammen und haben in mehreren Bands (u.a. Chesty Morgan, BULs Brothers, Natural Blues, Chillin, Mrs. Luce) miteinander auf der Bühne gestanden. Zu den beiden Oberpfälzern gesellte sich mit Werner "Doc" Schneider (voc, guit, mand, bass) ein waschechter Niederbayer der vor allem als Mitglied der Sunny Bottom Boys bekannt sein dürfte.

Vierter im Bunde war mit Stefan Schindlbeck (mand, banjo, bass, voc) ein Mann, der auf fast allen Saiteninstrumenten zu Hause ist und auch von verschiedenen Formationen her bekannt ist, unter anderem Uncle Sally. (pop)

 

 

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