12.02.2018 - 18:16 Uhr
Schmidmühlen

Narrenstau am Dietldorfer Faschings-Catwalk Dietldorf First - denn Onkel Donald ist zu Besuch im Dorf

Zum 47. Mal schlängelt sich der Narrenzug über die Dorf-Avenue. Die Folge: Stau am Stachus. Dass der Faschings-Catwalk der Vilstalunterlieger immer neugierig macht, liegt am guten Ruf dieses Gaudiwurms. Der ist stets mit viel Lokalkolorit gespickt.

von Paul BöhmProfil

Dietldorf. Tausende Faschingsbegeisterte waren gekommen, um noch ein paar Züge Begeisterung, vermischt mit viel "Diti, diti", "Oho" und "Bulli, bulli", zu erwischen.

33 Zugnummern waren es, die sich mühsam und dicht an dicht über die restaurierte Wiedervereinigungsbrücke den Weg bahnten. Die passenden Töne dazu gaben das erste Dietldorfer Luft- und Bord-Orchester zusammen mit der Baustellenkapelle aus Schmidmühlen und den Vitusleuten aus der Kernstadt an.

Auf Herz und Nieren

Und da war sogar Onkel Donald aus Amerika angereist, um diese Kurorchester samt Badefreuden im Hurricane zu genießen. Durch den Faschingskakao ging es mit der Zwei-klassen-Medizin und für die Jamaika- Koalition nochmals zur Prüfung auf Herz und Nieren. Die Dietldorfer Bierpreise seien neu auszuhandeln und bei der Blaskapelle im Dorf sollen Tinitus und Schwerhörigkeit mehr und mehr zunehmen.

Ob Dorfsprecher und Stadtrat Andreas Beer seine Dorffeuerwehr aufgibt und zum Flughafenchef in Berlin aufsteigt, wurde nicht nur über die Dorf-App verbreitet. Ein heißer Schleudergang lässt die Wäsche schrumpfen, das hat man von der Dietldorfer Damenwelt erfahren können. Dass demnächst die Sprache der Smileys ins Dorf einzieht, dafür machte sich die Dorfjugend stark.

Eine Sache war auch das Tempolimit im Dorf mit Zone 30, bei dem Teilnehmer des Wettbewerbs "Jag' die Wildsau" mit Strafmandaten belegt worden sind. Da wurde Harrys geklauter Sonntagsbraten ausgespielt, den ein Fuchs von der Terrasse geklaut hatte. Die Eislieferung aus Regensburg für den Dietldorfer Winterbiathlon wurde ebenso hochgenommen wie das vergessene Homebanking-Passwort per Laufzettel an die Zuschauer verteilt. Ferner war das vorzeitig abgebrannte Johannisfeuer im Dorf ein Thema im Zug.

Ende der DSL-Steinzeit

Auf die karnevalistische Schippe genommen wurden das Dieselfahrverbot und die DSL-Geschichte - mit dem Ende der DSL-Steinzeit im Dietldorfer Umland. Kurz gesagt, es war ein toller Faschingszug, den die Dietldorfer und ihre Nachbarn heuer auf den Faschings-Catwalk geschickt haben. Eben "Made by Diti, diti".

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