Osterkonzert der Blaskapelle St. Ägidius
Wie ein Nest ohne Hase

Das Osterkonzert der Blaskapelle St. Ägidius in Schmidmühlen war für die Besucher ein besonderes Musikerlebnis. Bilder: bö (2)
Kultur
Schmidmühlen
19.04.2017
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"Die Sonne geht auf" - der Konzertmarsch von Rudi Fischer war optimistischer Auftakt des Osterkonzerts der Blaskapelle St. Ägidius, auch wenn es draußen regnete und graupelte.

Es waren mehr als 1000 Takte Blasmusik, mit denen die Musiker um Dirigent Josef Lobenhofer und Vorsitzenden Richard Fischer ihr treues Publikum verwöhnten. "Ein Ostern ohne das Konzert der Blaskapelle wäre etwa so wie ein Osternest ohne den Osterhasen", sagte stellvertretender Bürgermeisterin Eva Eichenseer. "Stellen sie sich vor, da ist ein Fest und es spielt keine Musik - einfach undenkbar für uns", sagte Roland Preuß, Verbandsjugendsprecher des Nordbayerischen Musikbundes.

Die Ära der Popmusik

Mit Simone Pinter, Carolin Wittmann, Sebastian Wittl, Luis Weigert, Lukas Wittmann, Zoe Burkhardt und Vorsitzendem Richard Fischer führte Marita Burkhardt durch das Programm. Mit einer Hymne an die Musik, dem Klassiker "Music" von John Miles erinnerten die Musiker an die Ära des Pop Mitte der 1970er-Jahre. Spaß machte allen die Fahrt mit dem Hochgebirgsexpress durch die Alpen mit dem Stück "Mountain Panorama" von Manfred Schneider. Das große Orchester würdigte das Alpenpanorama mit ihrer jungen und mitreißenden Tonsprache.

Klarinette statt Bratsche

Stoppen konnte man die rasante Tour erst am Balaton mit einer feurigen Csárdás, die in Schmidmühlen nicht mit Geige, Bratsche, Kontrabass und Cymbal, sondern mit Klarinette und Blechblasinstrumenten zu hören war. Die Kapelle spielte Auszüge aus "Hello Dolly", "Macie Messer", "bei mir bist Du schön" und "In der Straße wohnst Du".

Oldies und Evergreens - angefangen von "Liebeskummer lohnt sich nicht" bis zu "Sieben Fässern Wein" - umfasste das Schlagermedley aus den 1970er-Jahren. Langsam und gefühlvoll zogen die Musiker von St. Ägidius mit dem Walzer vom Frauenkäferl, das trotz des regnerischen Wetters von Mariabrunn bis Schmidmühlen geflogen war, den musikalischen Vorhang zu.

Im Disco-FieberDas Nachwuchsorchester der Blaskapelle St. Ägidius hat für das Konzert aus dem Genre der Popmusik den Song "Final Countdown" und die von John Williams geschriebene Story "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" einstudiert. Danach präsentierte man zu gediegenen Tanzschritten den "Libertango", den argentinischen Nationaltanze. Licht aus, Spot an: Der musikalische Nachwuchs erinnerte daran, dass die Discowelle in den 1980er-Jahren weltweit hohe Wogen geschlagen hatte.

Das schillernde Medley beinhaltete jene Hits, ohne die auch heute noch kein DJ auskommt: "Stayin' alive" von den Bee Gees, "I will survive" von Gloria Gaynor und " Y.M.C.A." von der Gruppe Village People hat Johnnie Vinson wohl auch für die Blaskapelle St. Ägidius niedergeschrieben. Gesangssolisten waren Marita und Michael Lobenhofer. Das Klarinettensolo spielte Carolin Fleischmann. (bö)
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