06.05.2013 - 00:00 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Generation plus aus Schmidmühlen unterwegs Natur, Kultur und Technik

Ein vielfältiges Programm hatte Bürgermeister Peter Braun für eine Landkreisfahrt für Senioren zusammengestellt. Auch Ermhof mit der historischen Martinskirche war Station. Bild: pop
von Autor POPProfil

Mit den Auftaktwochen zu "Generation plus" bot der Markt Schmidmühlen erstmals eine Landkreisfahrt an, und diese wurde bestens in Anspruch genommen. Ein buntes Programm mit Natur, Kultur und neuen Technologien hatte Bürgermeister Peter Braun zusammengestellt.

Erste Station der Landkreisrundfahrt war Kastl mit der neuen Windkraftanlage am Brennersberg. Hier begrüßte und informierte Bürgermeister Stefan Braun aus Kastl. Die Windkraftanlage gehört den Bürgern aus Kastl und der näheren Umgebung sowie dem Markt Kastl selbst. Es war ein langer Weg, bis die Idee zu dieser Windkraftanlage realisiert werden konnte, resümierte Braun. Wichtig für die Gemeinde war auch: "Die Wertschöpfung bleibt vor Ort", erklärte Rathauschef, "vom Bau der Anlage, über die Vergütung des Ökostroms bis zu den Steuereinnahmen."

Zweite Station war nach einer Fahrt durch die Gemeinde Birgland und einer Kaffeepause der kleine Ort Ermhof. Ermhof hat sich mit seinen Relikten der Martinskirche unter Archäologen und Heimatkundlern einen Namen gemacht. Ausgrabungen ergaben, dass die Martinskirche wohl mit zu den ältesten bekannten Kirchengründungen der Oberpfalz gehört. Erste Siedlungsnachweise lassen sich um 2500 vor Christus datieren. Die älteste, frühmittelalterliche Kirche Ermofs war ein Holzbau. Reste dürften vom Ende des 8. bis Anfang des 9. Jahrhunderts stammen.
Auf der letzten Station sahen die Busfahrer schließlich "Hitlers Geistertribünen" bei Achtel in der Gemeinde Hirschbach. Albert Speer hatte die Spielstätte unter dem Eindruck des historischen Olympias in Griechenland geplant. Nach den Bauversuchen hätte ein gigantisches Olympiastadion entstehen sollen, in dem 400 000 Besucher Platz finden sollten. Es hätte in Nürnberg gebaut werden sollen. Adolf Hitler besuchte einmal die Baustelle, auf der Hunderte Arbeiter beschäftigt waren. In den letzten Kriegstagen wurde Achtel fast vollständig unter dem Bombenhagel der Alliierten zerstört.

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