21.08.2014 - 00:00 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Gläubige aus Schmidmühlen pilgern zum Habsberg - Truppenübungsplatz durchquert Der dreifache Kniefall für Maria

Den ersten Kniefall gab es kurz nach Verlassen des Truppenübungsplatzes. Drei Mal beugen die Pilger, die von Schmidmühlen zur Wallfahrtskirche auf dem Habsberg ziehen, auf ihrem rund 25 Kilometer langen Weg die Knie. Immer dann, wenn sich ihnen am Horizont das Gotteshaus zeigt.

Wallfahrtsleiter Johann Bauer (vorne Mitte) betet beim ersten Kniefall das Gebet "Maria, ich grüße dich" Bild: bjo
von Johann BauerProfil

Pilgerleiter Johann Bauer betet dann stellvertretend für die Wallfahrer das Gebet: "Maria ich grüße dich, Maria ich grüße Dich 33 000 mal. So wie dich der heilige Erzengel Gabriel gegrüßt hat." 91 Fußwallfahrer aus Schmidmühlen und Umgebung waren heuer aufgebrochen, um der Gottesmutter diese Ehre zu erweisen und um persönliche Anliegen vorzubringen.

Begleitet von US-Armee

Bei idealen Witterungsbedingungen machten sich die Wallfahrer am Vormittag auf den Weg. Den Pilgersegen erhielten sie um 10.45 Uhr in der Pfarrkirche Schmidmühlen von Pfarrer Martin Ogunbanwo. Die Sanitäter Rupert und Albin Koller von der Sanitätsgruppe Rohrbach begleiteten die Pilger mit einem Sanka, Rita Geitner fuhr mit einem weiteren Begleitfahrzeug hinterher.

In Adertshausen versorgte Adolf Södner jun. die Pilger mit Getränken. Über Hohenburg und Allersburg erreichte der Zug gegen 14.15 Uhr Ransbach. Der Tischtennisverein hatte wieder Brotzeiten nach Ransbach in die Maschinenhalle der Familie Winter gefahren. Sogar Kuchen und Kaffee gab es dort. Gegen 15.30 Uhr trafen sich die Wallfahrer vor der Schranke am Truppenübungsplatz ein. Ein Fahrzeug der US-Armee begleitete den Tross durch den Übungsplatz. Kurz nach dem Verlassen des Geländes, beteten sie den ersten Kniefall. An den Kirchen und Kapellen, an denen der Pilgerzug vorbeimarschierte, läuteten meistens die Glocken. Betend und singend erreichten die Gläubigen gegen 18 Uhr die Kirche "Maria, Heil der Kranken" auf dem Habsberg.

Höhepunkt war dann der Gottesdienst, den Weihbischof Reinhard Pappenberger zelebrierte. Die musikalische Gestaltung übernahmen "Cantores" aus Schmidmühlen. In seiner Festpredigt bezeichnete der Weihbischof Maria als Vorbild für die Menschen. Sie sei ihrem Sohn Jesus bis zum Kreuz gefolgt. "Wie ist es Maria auf den dunklen Wegen ihres Lebens wohl gegangen?", fragte Pappenberger. "Der Engel ist auf sie zugegangen und sagte: ,Fürchte dich nicht!' Auch wir müssen vor nichts und niemanden davonlaufen. Wenn jemand treu ist und jemanden liebt - warum sollte er dann davon laufen?"

Nach dem Gottesdienst zogen die Schmidmühlener bei der Lichterprozession mit brennenden Kerzen um die Marienkirche und die Gnadenkapelle.

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