28.09.2017 - 16:28 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Ab 2. Oktober üben 6000 Nato-Soldaten über Eglsee bis Höchensee Fallschirmjäger in der Luft

Rund 6000 Soldaten aus zwölf Nato-Staaten werden vom 2. bis 20. Oktober zwischen Eglsee und Höchensee bei einer militärischen Übung ins Manöver ziehen. Die Verantwortlichen gaben nun bekannt, worauf sich Anwohner einstellen sollten.

Eine groß angelegte Luftlandeübung der US Army ist am 9. und 10. Oktober 2017 zwischen Höchensee und Eglsee geplant.
von Paul BöhmProfil

Im Zuge der Übung "Swift Response 17", die auch dieses Jahr von der US Army Europe geleitet wird, trainieren ausgewählte alliierte Luftlandeeinheiten der Nato das Zusammenwirken eines multinationalen Verbands, um schnell und effektiv auf Krisen zu reagieren. Bei einer Versammlung für die Anlieger der Übungsgebiete gab nun Manöver-Manager Ernest L. Roth von der US Army Grafenwöhr Informationen bekannt. "Wir werden alles unternehmen, um die Manöverschäden auf ein Minimum zu reduzieren", sagt er.

Absprungtag ist Montag, 9. Oktober. Für Dienstag, 10. Oktober, steht noch eine kleinere Luftlandeaktion im Dienstplan der Militärs. Als "Schlechtwettertag" hätte man Mittwoch, 12. Oktober, eingeplant, informierte Roth. Am Hauptsprungtag ist vorgesehen, dass zwischen 700 und 800 Fallschirmjäger zwischen Eglsee und Höchensee abgesetzt werden.

Für die Übung werden außerhalb des Truppenübungsplatzes sogenannte genehmigte Manövergebiete genutzt. Der Zugang zu diesen Flächen wird nur für einige Stunden während der eigentlichen Luftlandeübung beeinträchtigt sein. Die Absperrungen und die Verkehrsregelung während der Sprungzeit wird die deutsche Polizei in Verbindung mit den Freiwilligen Feuerwehren und den Militärs im Bereich von Schmidmühlen, Eglsee, Mühlberg, Höchensee und Pilsheim vornehmen. Konkret betroffen sind Teile der Kreisstraße SAD 2 und die Staatsstraßen 2165 und 2236. Umleitungen werden eingerichtet.

Pyrotechnik und Munition

Es sind auch Kolonnenbewegungen zwischen den beiden Truppenübungsplätzen Hohenfels und Grafenwöhr eingeplant. Anwohner müssen damit rechnen, dass vereinzelt auch nachts Manövermunition, Nebel und Pyrotechnik zum Einsatz kommt. Außerdem ist in den Teilen der Landkreise Amberg-Sulzbach und Schwandorf verstärkt mit tieffliegenden Hubschraubern - vor allem während der Dämmerung - zu rechnen. Der Manöver-Manager bittet die Anwohner, in dieser Zeit vorsichtig zu fahren, auf verkehrsregelnde Hinweise zu achten und sich von Einrichtungen der übenden Truppen fernzuhalten.

Der Manöver-Manager teilt außerdem mit, dass vor Fundmunition gewarnt wird. Schäden, die durch die Übung entstanden sind, können bei den Gemeindeverwaltungen oder bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) in Nürnberg angemeldet werden. Schätzer des Bayerischen Bauernverbandes und der Bima werden vor Ort sein.

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