27.02.2018 - 16:52 Uhr
Schmidmühlen

Auch Schmidmüheln strickt an Integriertem Städtebaulichen Entwicklungskonzept Mehr Leben statt Leerstand

Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK): Das gibt es nicht nur in Am- berg, daran strickt auch der Markt Schmidmühlen. Bei den Bürgerversammlungen zieht er eine Zwischenbilanz und ist zufrieden mit dem ermittelten Lebensgefühl seiner Einwohner: Die Schmidmühlener leben gern in ihrer Gemeinde.

Im Kern und in etlichen anderen Straßen von Schmidmühlen sollten mehr Leben und nicht Leerstände vorherrschen, wünschen sich viele Bürger. Bild: Hartl
von Paul BöhmProfil

Das kam bei einer Fragebogenaktion heraus. Diese positive Grundstimmung bedeutet aber nicht, dass es nicht auch etwas zu verbessern gäbe. Darüber berichtete Städteplaner Emil Lehner, der wörtlich sagte: "Grundsätzlich ist festzustellen, dass die Gesamtzufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Heimatort sehr groß ist." Nach seiner Auskunft wurde die Ortsentwicklung der vergangenen Jahre in den Fragebögen durchaus positiv bewertet. Außerdem schätzten die Teilnehmer generell die zentrale Lage Schmidmühlens und seine Nähe zur Natur.

Überwiegend gut bewertet wurden laut Lehner auch das Erscheinungsbild der Wohngebiete, die Wohnqualität und -umgebung, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs, soziale Kontakte und die Identifikation der Menschen mit ihrer Gemeinde. Handlungsbedarf hingegen sei bei der Ortsmitte gesehen worden. "Da wollen die Bürger im Zentrum mehr Cafés, Kneipen, Gaststätten und Außengastronomie haben."

Als Manko wurden nach Lehners Schilderung aber auch "sehr häufig wahrnehmbare Leerstände im Ortskern und ihre empfundenen negativen Auswirkungen auf das Ortsbild" genannt. Barrierefreiheit und Parkmöglichkeiten im Zentrum sowie Freizeitangebote für unterschiedliche Lebensaltersstufen wünschten sich die Schmidmühlner ebenso stärker berücksichtigt.

Darüber hinaus wurden eine öffentliche Toilette, ein Verkehrsleitsystem und Geschwindigkeitsmessanlagen angeregt. Gerne gesehen wären ferner der Ausbau der Kreisstraße nach Winbuch und der Staatsstraße nach Burglengenfeld. "Auch wenn das nur Stück für Stück machbar ist", wie viele Bürger in der Diskussion in Eglsee durchaus einsahen. Kein Thema war diesmal die Luftlandeübung der Amerikaner in diesem Bereich. "Da hat alles gepasst", resümierte auch Bürgermeister Peter Braun.

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