Brunnlettberg ist die Großbaustelle in Schmidmühlen
Spatenstich für ein neues Gewerbegebiet

Spatenstich für das neue Gewerbegebiet "Brunnlettberg Ost" in Schmidmühlen, angeführt von Landrat Richard (Siebter von rechts) und Bürgermeister Peter Braun (Zwölfter von links). Bild: bö
Politik
Schmidmühlen
02.04.2018
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Es geht zügig voran bei der Erschließung des neuen Gewerbegebiets in Schmidmühlen im Bereich "Brunnlettberg Ost". Nachdem erst vor einigen Wochen der Spatenstich für ein neues Wohnbaugebiet getan worden war, entstehen nun ein paar Hundert Meter weiter neue Gewerbeflächen.

Viel Lob hatte Landrat Richard Reisinger beim offiziellen Auftakt der Erschließung parat: Wohnen und Arbeiten lägen in Schmidmühlen künftig ganz nahe beieinander: "Wohnbaugebiete und Arbeitsplätze sind hier eine gute Symbiose."

Das neue Gewerbegebiet "Brunnlettberg Ost" ist vorwiegend für "nicht erheblich lärmintensive" Betriebe gedacht. Zugelassen sind Gewerbeeinrichtungen aller Art, wie Lagerhäuser, Lagerplätze und öffentliche Betriebe, Geschäfts-, Büro- und Verwaltungsgebäude, Tankstelle und Sport-Anlagen. Erhöhte Anforderungen zur Ableitung von Niederschlagswasser haben die Erschließung rund ein Jahr verzögert. Für das Gewerbegebiet und das angrenzende Baugebiet "Lauterachblick" muss Schmidmühlen "zwei zusätzliche Regenrückhaltebecken und rund 400 Meter neuen Oberflächenwasserkanal in den Straßenbereichen bauen", informierte Bürgermeister Peter Braun beim Spatenstich. Dies war die letzte Möglichkeit der OberflächenwasserEntsorgung, um auch die weitere Erschließung der künftigen Baugebiete im Bereich "Brunnlettberg Ost" zu ermöglichen.

Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass das Regenwasser auf den einzelnen Grundstücken versickern würde. Bodenproben und Versuche zeigten dann aber, dass diese Erschließungsvariante nicht umsetzbar ist. Die Straßenlänge im neuen Gewerbegebiet beträgt etwa 250 Meter. Neben anderen Versorgungsleitungen wird hier auch gleich Glasfaser für ein schnelles Internet bis in die Grundstücke verlegt. Erforderlich ist zudem ein etwa 765 Meter langer Oberflächenwasserkanal. Er soll das neue Wohnbaugebiet "Lauterachblick" und die Gewerbegebiete "Brunnlettberg Ost und West" entlang der Bergstraße zusammenfassen und ins Lauterachtal hinunter entsorgen.

Das neue Regenrückhaltebecken wird auf etwa 1000 Kubikmeter ausgelegt. Die Gesamtfläche, von der künftig über einen Drosselabfluss das Niederschlagswasser in die Lauterach geleitet werden soll, umfasst 14,84 Hektar. Das Niederschlagswasser aus den beiden Gewerbegebieten sowie der Bergstraße wird im Straßengraben talwärts geleitet. Wegen des beginnenden Wasserschutzgebietes ist vorgesehen, den Graben hier mit einem Lehmschlag abzudichten.

Eines der ersten Gebäude im Bereich des neuen Gewerbegebetes wird der neue Bauhof werden. Baubeginn soll im Herbst sein, mit der Fertigstellung ist Mitte 2019 zu rechnen. Die Baukosten liegen bei etwa einer Million Euro.
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