Infozentrum Naturpark Hirschwald war Thema im Marktgemeinderat
Die Standortfrage muss verhandelbar sein

Heuer war das Jahr der Planungen und Vorbereitungen, 2017 wird das Hammerschlossareal mit dem Bau des Vereinsstadels und der Generalsanierung des Schlossstadels abgerundet. Die Planungen für beide Maßnahmen bezeichnete Bürgermeister Peter Braun bei der Jahresschlusssitzung des Schmidmühlener Marktrates als "so gut wie abgeschlossen". Bild: bö
Politik
Schmidmühlen
21.12.2016
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Die grundsätzliche Entscheidung zum Bau des geplanten Naturpark-Infozentrums beschäftigte den Marktgemeinderat bei seiner Jahresschlusssitzung im Rathaus. Der Markt steht der Errichtung grundsätzlich positiv gegenüber.

(bö) Die Markträte sind allerdings der Meinung, dass aufgrund zahlreicher Leerstände in den Zentren der Mitgliedsgemeinden, so auch in Schmidmühlen, eine dieser Immobilien für die Unterbringung des Informationszentrums verwendet werden sollte. Einen Bau auf der grünen Wiese lehnte das Gremium durchwegs ab. Anfreunden konnten sich die Markträte mit dem vorgelegten Kostenplan und dem prognostizierten jährlichen Unterhalt. Ende November hatte es in Ensdorf eine gemeinsame Sitzung der Gremien aller neun Mitgliedsgemeinden gegeben. Die einmalige Investition pro Kommune wurde dort mit knapp 16 000 Euro genannt, die jährlichen Unterhaltskosten mit 5200 Euro.

Kein grundsätzliches Nein

fordert die Erarbeitung eines naturbildungspolitischen Gesamtkonzeptes für die künftige Ausrichtung des Naturparks Hirschwald. Wie es bei der Sitzung hieß, geht es dabei vor allem um die Höhe der jährlichen Folgekosten für diese Einrichtung. "Wir dürfen grundsätzlich nicht nein zu den vorliegenden Plänen sagen, aber die Standortfrage ist doch ein gewichtiger Faktor", so die Sprecher der Fraktionen. Ein "Projekt in den Wald zu stellen", sei keine gute Lösung. Schmidmühlen sei ein gutes Einfalltor für den Naturpark Hirschwald - und deshalb wollen die Kommunalpolitiker bei der Standortbestimmung ihre Interessen gewahrt wissen.

Bürgermeister Peter Braun bezeichnete 2016 als "Jahr der Planung und der Vorbereitung weiterer Baumaßnahmen und der Verbesserung der Infrastruktur". Nicht zuletzt sei es auch um den Unterhalt der gemeindlichen Liegenschaften, des Straßennetzes und der Versorgungseinrichtungen gegangen. Heuer wurde Schmidmühlen in das Bundesprogramm "Soziale Stadt" aufgenommen. Neben neuen Baugebieten wurden die Weichen für die weitere Ausgestaltung des Ortskerns, des Schlossstadel und des Vereinsstadels sowie für die weitere Erschließung von Gewerbeflächen gestellt. "Dafür werden in den nächsten Jahren einige Millionen investiert", so Braun. Die Ansiedlung von Firmen mache sich jetzt bemerkbar. Das Gewerbesteueraufkommen sei auf ein neues Rekordniveau gestiegen.

"Kinderkrippe, Kindergarten und Schule sind sehr gut aufgestellt", bilanzierte der Rathaus-Chef weiter. Braun nannte die Baustellen für 2017: Schlossstadl, Vereinsstadl, Sanierung der Rosenstraße und weitere Ertüchtigung der Abwasseranlage.

Große Aufgabe Integration

"Baugrund und Gewerbegrund wird in Schmidmühlen ab 2017 wieder erschlossen", verkündete er. Als positiv nannte er die Integration von Flüchtlingen, die eine Daueraufgabe sei, aber bisher kaum zu Problemen geführt habe. Für die Fraktionen würdigten Johann Edenharter (CSU-FW Emhof), Johann Luschmann (FW) und Johann Bauer (SPD) das gute Zusammenstehen. (Im Blickpunkt)
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