Schmidmühlen will auch das Bundesförderproamm für den Breitbandausbau nutzen
Internetanschluss verzögert sich

Der Internetanschluss in Schmidmühlen ist ins Stocken gekommen: Auf den Baustellen herrscht Stillstand, informierte Bürgermeister Peter Braun den Marktgemeinderat. Bild: bö
Politik
Schmidmühlen
06.12.2016
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So schnell wie geplant wird es wohl nichts mit dem schnellen Internet in Schmidmühlen. Der Ausbau verzögert sich. In diesem Jahr klappt es nun doch nicht mehr.

(bö) Der Markt Schmidmühlen will zusätzlich zum Bayerischen Förderprogramm für den Ausbau des schnellen Internets noch zusätzliche Mittel aus dem Bundesförderprogramm nutzen. Der Marktgemeinderat sprach sich jetzt einstimmig dafür aus, ins Zuschussverfahren für die Planungsleistungen zum Breitbandausbau einzusteigen. "Mit dem Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau könnten wir letztendlich die weißen Flecken auf unserer Landkarte schließen", sagte Bürgermeister Peter Braun.

Wie Braun erklärte, stellt der Bund insgesamt 2,7 Milliarden Euro zur Verfügung. "Das Geld wird gezielt in Regionen investiert, in denen sich der Netzausbau wirtschaftlich alleine nicht rechnet. Ziel des Bundesförderprogramms ist es, den Ausbau hochleistungsfähiger Breitbandnetze in unterversorgten Gebieten zu unterstützen, in denen in den kommenden drei Jahren kein privatwirtschaftlicher Netzausbau zu erwarten ist. Der unterstützte Ausbau erfolgt technologieneutral, um Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s bis 2018 bereitzustellen."

Die Projekt-Förderung richte sich an Kommunen und Landkreise in unterversorgten Gebieten. Hier will auch Schmidmühlen mit dabei sein: "Wir werden unser gesamtes Gemeindegebiet untersuchen lassen", kündigte Braun an. Dafür gebe es über das Programm bis zu 50 000 Euro Förderung.

Etwas ins Stocken geraten ist derzeit der Glasfaserausbau in Schmidmühlen. Seit einigen Wochen ruhen die Baustellen. Die Deutsche Telekom hatte die Inbetriebnahme des Datennetzes eigentlich bis Mitte November 2016 zugesagt. Durch verschiedene Verzögerungen, wie etwa die erforderliche Stromzuführung zu den digitalen Vermittlungsstellen, DSLAMS/Digital Subscriber Line Access Multiplexer (Teil der für DSL benötigten Infrastruktur) und nachzurüstende Kabelverlegungen wird das schnelle Internet voraussichtlich erst im Januar 2017 in Betrieb gehen. "Voraussetzung ist aber, dass das Wetter diese Arbeiten zulässt", teilte Bürgermeister Peter Braun mit.

Im Ortsteil Emhof wird das schnelle Internet voraussichtlich im Juli nächsten Jahres verfügbar sein, da hier noch eine Unterquerung der Vils oder eine Leitungsverlegung im Radweg anstehen. "Welche Variante von der Deutschen Telekom genommen wird, ist noch offen", informierte Braun. Davon werde es auch abhängen, wann die DSL-Leitungen nach Pettenhof und Vilshof verlegt werden können.

Jetzt ist Eile geboten: Für den Winterdienst müssen vorerst alle offenen Straßen verfüllt werden, damit Räum- und Streufahrzeuge durchkommen.

Im BlickpunktIm Namen des Marktgemeinderates gratulierte Bürgermeister Peter Braun Johann Edenharter, Johann Luschmann und Albin Koller zur Auszeichnung mit der kommunalen Verdiensturkunde des Freistaates Bayern für ihr langjähriges Engagement in ihrer Heimatkommune. (bö)
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