Extremlauf Junut führt am Samstag wieder durch Schmidmühlen
Hier laufen die ganz Harten

Normalerweise sind hier Wanderer unterwegs. Doch am Wochenende erobern wieder Extremläufer beim Junut den Jurasteig. Archivbild: fop
Sport
Schmidmühlen
05.04.2018
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Eigentlich erwandert man den Jurasteig in 13 Tagen. Doch es gibt Verrückte, die bewältigen die 239 Kilometer in 54 Stunden. 132 Extremsportler aus acht Nationen wollen es diesmal versuchen, beim Junut-Lauf. Schmidmühlen ist eine Station. Und auch ein echter Knackpunkt, an dem viele scheitern.

239 Kilometer in 54 Stunden laufen? Genau das haben die Teilnehmer des Junut am Wochenende vor: Den Qualitätswanderweg Jurasteig in einer möglichst kurzen Zeit zu bezwingen. Zum mittlerweile achten Mal ist Schmidmühlen eine Station dieses Extremlaufs. Junut - die Abkürzung steht für Jurasteig nonstop Ultratrail. Der ist nicht nur seit 2011 fester Bestandteil der Ultralauf-Szene, sondern genießt dort Kultstatus. Kein Wunder also, dass die Zahl derer, die sich um einen Startplatz beworben haben, erneut gestiegen ist. Auch immer mehr Teilnehmer aus der Region sind dabei. Aktuell sind 132 Läufer aus acht Nationen zugelassen. Etliche hoffen, noch über die Warteliste nachzurücken. Auch wenn verletzungsbedingte Absagen zu erwarten sind, werden damit so viele Läufer wie noch nie in Dietfurt an der Altmühl loslaufen.

Viele müssen aufgeben

Sie haben dann etwas mehr als zwei Tage (maximal 54 Stunden) Zeit, die 239-Kilometer-Strecke mit einem Höhenunterschied von kumuliert 7500 Metern zu bewältigen.2017 versuchten das 115 Läufer. Nur 31 (3 Frauen und 28 Männer) schafften die volle Distanz. 9 Frauen und 41 Männer stiegen bei der Zwischenwertung in Kastl (km 170) aus. 34 Teilnehmer mussten schon vorher aufgeben und kamen damit nicht in die Wertung.

Die Läufer werden an zwölf Versorgungspunkten betreut. Dies übernehmen viele Helfer aus der Familie und dem Umfeld von Organisatoren und Teilnehmern, unterstützt von Vereinen, Feuerwehren, Gastronomen und Kommunen. Beim SV Schmidmühlen kümmert sich die Familie Fochtner schon zum siebten Mal um die Läufer, die dann schon 138,5 km hinter sich haben. Maja Burkhardt aus Vilshof, deren Mann Stephan Neumaier-Burkhardt am Junut teilnimmt, hilft den Fochtners.

Eintopf und kurz schlafen

Bereits ab 6 Uhr gibt es am Samstag beim SV warme Mahlzeiten, Dusch- und Umkleidemöglichkeiten und sogar Massagen. Wer einen ausreichenden Zeitpuffer herausgelaufen hat, kann hier auch kurz schlafen. Die Spezialität beim SV sind der Gemüseeintopf von Anneliese Fochtner und die Nudelsalate von Vorsitzendem Peter Fochtner. Geöffnet ist das Sportheim am Samstag von 6 bis 16 Uhr. Zuschauer und Sportbegeisterte sind willkommen.
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