07.09.2017 - 16:06 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Bauprojekt Schlossstadel in Schmidmühlen Das Dach ist schon fertig

Die Sanierung des Schlossstadels schreitet gut voran. Rechtzeitig zur nassen und feuchten Herbstzeit haben die Handwerker die Dacheindeckung fertiggestellt.

Jour fixe im ehemaligen Viehstall des Schlossstadels mit (von links) Bürgermeister Peter Braun, Statiker Anton Landgraf, Architekt Michael Dittmann, Maurermeister Josef Weigert und Zimmerermeister Reimund Fischer. Bilder: bö (2)
von Paul BöhmProfil

Im März 2015 konnten die Bürger bei einem Ratsbegehren darüber abstimmen, ob der Schlossstadel saniert werden soll. Eine deutliche Mehrheit hatte bei dem Bürgerentscheid für einen Sanierung gestimmt. "Im Nachhinein gesehen war dies die richtige Entscheidung, die Bürger unserer Gemeinde in diese Entscheidung mit einzubinden", meint Bürgermeister Peter Braun bei einem Ortstermin. "Die Ausschreibungen sind in der zweiten Jahreshälfte 2016 gelaufen, so dass wir rechtzeitig im Frühjahr 2017 mit den Arbeiten beginnen konnten." In regelmäßigen Abständen überzeugte sich der Marktgemeinderat auf der Baustelle über den Baufortschritt.

Die Ausschreibungen in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Michael Dittmann vom gleichnamigen Architekturbüro aus Amberg wurden für das denkmalgeschützte Gebäude in der 2. Jahreshälfte 2016 auf den Weg gebracht. "Wir sind froh, dass die Zimmerer und Dachdeckerarbeiten so gut wie abschlossen sind." Auch bei den Baumeisterarbeiten ist man in den vergangenen Wochen gut vorangekommen. Geht es nach den Vorstellungen des Marktgemeinderats, sollen Ende des Jahres die größten Gewerke abgeschlossen sein. Mit einer Nutzung für gesellschaftliche Zwecke müssen die Schmidmühlener allerdings noch bis gegen Ende 2018 warten.

Das Hammerschloss und das sich anschließende Rosendorfanwesen mit dem Torbogen wurde in den Jahren 2001 bis 2004 grundlegend saniert und wird seitdem für die unterschiedlichsten Veranstaltungen genutzt. Der Schlossstadel, der die östliche Begrenzung des Hammerschlosses ausbildet, war in einem baufälligen Zustand und konnte nicht genutzt werden.

Ein Veranstaltungssaal im 2. Obergeschoss des Hammerschlosses ist nur für etwa 70 Personen geeignet. Veranstaltungen mit mehr Personen müssten im Freien stattfinden; zuweilen wird zu diesem Zweck ein Bierzelt aufgestellt. Aufgrund dieser Situation hat sich der Markt Schmidmühlen entschlossen den Schlossstadl zu sanieren. "Dann ist man auch bei größeren Veranstaltungen nicht mehr wetterabhängig", merkte Bürgermeister Peter Braun an. Eine statische und restauratorische Untersuchung des denkmalgeschützten Gebäudes war die Grundlage der Sanierung.

Im Schlossstadl soll ebenerdig ein Veranstaltungsraum entstehen, der deutlich größer ist als der Saal im 2. Obergeschoss des Schlosses. Die Leitidee der Revitalisierung war immer, den Stadl-Charakter zu erhalten. Die historischen Oberflächen der Hölzer und der Mauern bleiben so weit wie möglich unbehandelt erhalten, berichtete Architekt Michael Dittmann bei der Besichtigung zusammen mit dem Marktgemeinderat. Als Boden wird eine Ziegelflachschicht vorgesehen, verlegt auf Split ohne Bodenplatte. Um das Gebäude in angemessenen Maß nutzen zu können, ist der Einbau einer WC-Anlage erforderlich. Für den Winter ist eine Temperierung mit elektrischen Dunkelstrahlern vorgesehen. Die Ebene der Zerrbalkenlage wird wärmegedämmt.

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