Dreikönigssingen bei Bundeskanzlerin Angela Merkel
Sternsinger aus Schmidmühlen in Berlin

Die Sternsinger aus der Pfarrgemeinde St. Ägidius in Schmidmühlen (Kreis Amberg-Sulzbach) haben heute Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin besucht. Ihr Eindruck: "Es war cool."
Vermischtes
Schmidmühlen
09.01.2017
285
0
 
Die meisten Sternsinger kennen Angela Merkel - allerdings nur aus dem Fernsehen. Am Montagvormittag schüttelte ihnen die Bundeskanzlerin beim Dreikönigssingen in Berlin sogar die Hand. Hier die Aufstellung zum Foto im Kanzleramt. Bild: Ralf Adloff/Kindermissionswerk

Häuser haben die Sternsinger aus Schmidmühlen (Kreis Amberg-Sulzbach) schon jede Menge gesegnet. Bei Bundeskanzlerin Angela Merkel haben sie bisher noch nie geklingelt. Da kommen die vier beim Dreikönigssingen in Berlin doch etwas ins Schwitzen.

Schmidmühlen/Berlin. Vor allem bei der Sicherheitskontrolle ist die Nervosität groß. "Ich hatte Angst, dass der Alarm losgeht und ich nicht durchkomme", beschreibt Leon Birner. Ansonsten sei alles planmäßig verlaufen - keine Versprecher, keine vergessenen Liederstrophen. Gemeinsam mit Lea Rhode, Anna Braun und Simon Döberl hat er als Heilige drei Könige und Sternträger das Bistum Regensburg würdig in Berlin vertreten.

Fragen über Fragen

Der Zwölfjährige freute sich darüber, dass ihn die Kanzlerin mit Händedruck begrüßte. Genauso begeisterte ihn der Abschied: "Zu unserer Gruppe hat sie sogar Tschüss gesagt, weil wir direkt am Eingang standen." Dass Angela Merkel den Sternsingern die Hand geschüttelt hat, bleibt auch Lea Rhode in Erinnerung. "Das war für mich am Schönsten", schwärmt die 13-Jährige. Schade findet sie aber, dass sie nicht persönlich mit der Kanzlerin reden konnte. Die ein oder andere Frage hätte Lea nämlich schon an sie gehabt. "Bisher habe ich sie ja immer nur im Fernsehen gesehen." Dass sie Merkel nun wirklich treffen durfte, hat Lea in ihrer Meinung bestätigt: "Sie ist echt nett."

Wenn sie könnte, würde die Elfjährige Anna Braun sofort wieder zu dem Dreikönigssingen nach Berlin fahren. "Mir hat es sehr gut gefallen", schwärmt sie. Vor allem das Bundeskanzleramt: "Das ist nämlich riesig und richtig schön." Genauso beeindruckt war das Mädchen von Angela Merkel.

Nur aus dem Fernsehen

Auch sie kennt Merkel nur aus dem Fernsehen. "Und vor kurzem habe ich einem Film gesehen, in dem es geheißen hat, dass sie sehr nett sein soll." Annas Fazit: Stimmt. Sie finde es außerdem toll von der Kanzlerin, das sie beim letzten Lied der Sternsinger sogar mitgesungen hat. Damit bei Liedern wie "Wir haben seinen Stern gesehen" oder "Wir sagen ja zur Schöpfung" jeder Ton saß, probten die Sternsinger am Abend vorher. "Dazu waren wir mit den anderen Teilnehmern in einer Jugendherberge untergebracht", erklärte Angela Graf, Betreuerin der Gruppe aus Schmidmühlen. Auch für sie war es ein großartiges Erlebnis. "Vor allem die Gemeinschaft war toll."

Um halb sieben morgens hat der Tag für die Sternsinger begonnen, danach musste alles schnell gehen. Frühstück, Zimmer aufräumen, sich in die Königsgewänder hüllen. "Dann mussten wir auch schon bald durch die Sicherheitskontrolle", erzählt Lea. War diese geschafft, musste die Gruppe warten, bis sie aufgerufen wurde. Dann endlich ging es zur Kanzlerin, für ein Foto und zum Vorsingen. "Nach ihrer Rede war es dann auch schon vorbei", bedauert die 13-Jährige. Den Tag behält die Gruppe trotzdem gut im Gedächtnis. Vor allem den Händedruck.

Von Kindern für KinderDie Aktion "Dreikönigssingen" steht dieses Jahr unter dem Motto "Gemeinsam für Gottes Schöpfung - in Kenia und weltweit!". So wollen die Sternsinger die Gesellschaft dazu aufrufen, ihren Konsum und den Lebenswandel zu überdenken.

Rund 108 Kinder aus 27 Bistümern und Erzbistümern hat Angela Merkel am Montag in Berlin empfangen. Leon Birner, Simon Döberl, Anna Braun und Lea Rhode aus Schmidmühlen hatten Glück, bei dem Treffen dabei sein zu können. Nachdem die Kinder der Pfarrei Schmidmühlen das Rätsel des Sternsinger-Wettbewerbs lösten, loste Pfarrer Werner Sulzer ihre Namen aus. Die Sternsinger-Aktion, die jährlich um den Dreikönigstag am 6. Januar stattfindet, ist weltweit die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Diesmal sammelten sie bundesweit etwa 46,2 Millionen Euro. (dpa/esm)


Bisher habe ich sie ja immer nur im Fernsehen gesehen.Lea Rhode, Sternsinger aus Schmidmühlen
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.