20.08.2017 - 15:06 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Feuerwehr ist "gemeinsam stark" Schon die Jugend übt miteinander

"Gemeinsam sind wir stark" könnte der Slogan der Jugendfeuerwehren in Schmidmühlen sein. Eigentlich müsste ein "nur" hinzugefügt werden. Denn nur vereint können die Wehren bestehen. Das gilt nicht nur für Einsätze: Angesichts des demografischen Wandels ist auch die Jugendarbeit eine Herausforderung.

Auch die Funkausbildung - hier mit Jugendleiter Julian Decker - vereint den Feuerwehr-Nachwuchs von Schmidmühlen und Winbuch. Bild:pop
von Autor POPProfil

Die richtige Antwort darauf haben die Feuerwehren Winbuch und Schmidmühlen gefunden - als zwei von rund 7700 Wehren in Bayern, die den abwehrenden Brandschutz und die technische Hilfeleistung durch Ehrenamtliche gewährleisten. Die Anforderungen werden immer diffiziler und umfangreicher. Darauf muss der Nachwuchs vorbereitet werden.

Jugend kooperiert

Jeder, der in der Vereinsarbeit tätig ist, weiß: Ohne Jugend hat ein Verein keine Zukunft. Aber es wird immer schwieriger, diese Arbeit zu leisten. Die Feuerwehren Schmidmühlen und Winbuch arbeiten deshalb in der Ausbildung zusammen, ohne dass die jeweilige Jugendgruppe ihr eigenes Profil verliert - das betont Katharina Müller, eine der drei Jugendleiter der FFW Schmidmühlen. Einmal im Monat treffen sich die beiden Nachwuchsgruppen, um sich auf den Dienst vorzubereiten. Diese Kooperation bringt Vorteile für alle Feuerwehren, sagt Winbuchs Kommandant Reinhard Götz. Denn so lerne man sich kennen und vor allem auch, miteinander arbeiten. Dies wurde zum Beispiel in einer gemeinsamen Sommerübung der beiden Jugendgruppen in Schmidmühlen praktiziert. Szenario war ein Verkehrsunfall, bei dem man Personen aus dem Fahrzeug retten musste.

Verletzten geborgen

"Der Verletzte wurde mit der Rettungsschere geborgen": Was sich einfach anhört, ist für die Aktiven ein sehr schwieriger, komplexer Vorgang. Viele einzelne Schritte müssen - wohl überlegt und geplant - nacheinander vollzogen werden, damit die Bergung gelingt. Die Jugendlichen lernten dies bei der Übung.

Feuerwehr-Jugendarbeit in Schmidmühlen und Winbuch

2012 schlug Winbuch einen im Landkreis bis dahin völlig neuen Weg ein - und gründete eine Kinderfeuerwehr. Nach fünf Jahren kann man diese als Erfolgsgeschichte bezeichnen. Aus den Kindern von damals wurde Nachwuchs, den man weiter in der Jugendfeuerwehr betreute: Neun junge Leute haben diesen Weg inzwischen genommen, wie Antje Götz berichtet. Dieser Erfolg ist auch dem Engagement der Jugend zu verdanken. So engagiert sich Katrin Justinger als Jugendsprecherin. Neben gemeinsamen Übungen mit Schmidmühlen trifft man sich monatlich, um Ausbildung und Miteinander zu pflegen.

Lange Tradition hat die Jugendarbeit auch bei der Feuerwehr Schmidmühlen. Hier finden sich ebenfalls immer wieder junge Menschen, die sich im Verein engagieren. Zurzeit gehören elf Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren der Jugendgruppe an - fünf Mädchen und sechs Jungen. Um sie kümmern sich drei Jugendleiter: Katharina Müller, Julian Decker und Florian Schmidt. Komplettiert wird die Führung durch Maurice Simon und Anna Manglberger als Jugendsprecher. Jeden ersten Dienstag ist um 18.30 Uhr Jugendübung mit Treffpunkt am Feuerwehrhaus. (pop)

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