18.08.2017 - 20:00 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Fischereiverein baut eine Unterstellhalle Schaufel statt Angel

Schon seit einigen Monaten haben die Mitglieder des Fischereivereins verstärkt die Angel und den Kescher mit Pickel und Schaufel vertauscht. Die Fischer bauen sich seit dem Frühjahr eine Unterstellhalle.

Die im Bau befindliche Unterstellhalle des Fischereivereins. Bild: pop
von Autor POPProfil

Viele größere und kleinere Gerätschaften hat sich der Verein in den vergangenen drei Jahrzehnten angeschafft, um die Gewässer sinnvoll und ökologisch wie ökonomisch zu bewirtschaften. Diese wurden bislang an unterschiedlichen kleinen Standorten gelagert, was bei Arbeitseinsätzen nicht immer ein Vorteil war.

Die Vereinshalle am Zieglerweg soll nun eine Verbesserung bringen. Langsam aber sicher werden die Konturen des Gebäudes sichtbar. Der Bau dieser Lagerhalle wurde von langer Hand vorbereitet. Am 5. Februar 2015 hatte der Verein ein Grundstück am Zieglerweg angekauft. Das Areal ist 638 Quadratmeter groß, die Halle misst 23,36 mal 6,49 Meter. Errichtet wird sie in Massivbauweise mit Satteldach, wobei das Dachgeschoss nicht ausgebaut wird. Die Planung und Bauausführung lassen in Zukunft auch viele Optionen offen. Eingebaut wird in Zusammenarbeit mit dem Markt Schmidmühlen ein öffentliches WC. Die Kommune unterstützt das Projekt mit einem Zuschuss von 10 000 Euro. Geld, das man sicher gut brauchen könne, wie der Vorsitzende Josef Deml bestätigte. Die Finanzierung steht auf sicheren Beinen, in etwa zehn Jahren dürfte das Projekt abfinanziert sein. Die Baumaßnahme könnte Ende des Jahres weitgehend abgeschlossen sein.

Die Artenvielfalt im Auge

Seit seiner Gründung hat der Fischereiverein die Artenvielfalt im Auge. Dabei geht es ihm nicht nur um Speisefische, sondern auch um "kleine" Fische. Während der Hochwasserfreilegung wurden Krebse, Bachneunaugen oder die Mühlkoppe umgesetzt.

Mit diesem ökologischen Engagement passt man bestens in das Gesamtkonzept des Naturparks. Diese Aktionen des Fischereivereins bleiben dem Betrachter meist verborgen, weil - quasi unsichtbar - sich die Erfolge unter Wasser einstellen. Seit knapp zehn Jahren kümmert sich der Fischereiverein verstärkt um die Bachforelle in der Lauterach. Alljährlich setzt der Verein mehrere 10 000 Fischeier ein, um den Bestand solide aufzubauen und zu erhalten. Auch in die Vils investiert der Verein Hunderte von Arbeitsstunden. Die fischereibiologische Einordnung der Vils lautet "Barbenregion". Dabei ist die Barbe nur der "Leitfisch", das typische Beispiel. Allerdings ist im Laufe der letzten Jahrzehnte durch bauliche Veränderung der Vils und an der Vils die Ursprünglichkeit oftmals verloren gegangen.

Hier wurden immer wieder Jungfische nachgesetzt. Ein weiterer heimischer Fisch ist die Nase, die zur Familie der Karpfen zählt. In den letzten Jahren wurde der Bestand stabilisiert. Besetzt wurde immer wieder die Vils zwischen Wolfsbach und Schmidmühlen. (pop)

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