Jahresbilanz der First Responder
Unterstützt im Dorf

Zum Jahresabschluss kamen die Sponsoren mit Kommandant Jürgen Ehrnsberger (Zweiter von links) zusammen. Die First Responder wurden mit über 4500 Euro unterstützt. Bild: pop
Vermischtes
Schmidmühlen
07.01.2017
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Eine Sekunde unaufmerksam, ein Tritt daneben, plötzliche Übelkeit, ein Sturz oder ein starker Schmerz im Brustbereich. Momente können das Leben verändern. Manchmal zählt jede Sekunde. Zum Jahresende ziehen die First Responder aus Schmidmühlen Bilanz.

Die Gruppe gibt es seit Mai. Mittlerweile wurde sie zu 106 Notfällen gerufen. Drei, die von Anfang an dabei waren, sind Sandra Schmidt, Maximilian Heimler und Christian Renghart, Vorsitzender der Feuerwehr. Sie brachten das Projekt ins Rollen. Schon bald konnte man Erwin Wittl mit ins Boot holen - eine große Stütze der First Responder. Besonders positiv erinnert sich Sandra Schmidt an die "allseits offenen Ohren" bei der Feuerwehr Schmidmühlen, dem Markt und dem BRK-Kreisverband. "Vor etwa eineinhalb Jahren kam die Idee auf, einen Ersthelfer-Standort in Schmidmühlen zu gründen. Der nächstgelegene Standort in Burglengenfeld hatte eine gewisse Anfahrtszeit, weshalb die Errichtung eines Ersthelferstandortes für sinnvoll betrachtet wurde."

Elf ausgebildete Helfer

Im Notfall könne ja jede Minute entscheidend sein. Zuerst hätten sie sich bei anderen Standorten informiert, erinnert sich Maximilian Heimler. Besonders interessierten sie sich für die Organisation in Kooperation mit Feuerwehr und BRK. Die Idee fand schnell Anklang bei der Feuerwehr, dem Markt Schmidmühlen und dem BRK-Kreisverband Amberg-Sulzbach. Die ersten Gespräche starteten im Oktober 2015. Ein gemeinsames Konzept für eine Zusammenarbeit wurde ausgearbeitet und umgesetzt, so dass die First Responder Schmidmühlen am 1. Mai ihren Dienst aufnehmen konnten. Mittlerweile ist das Team auf elf ausgebildete Helfer angewachsen. "Wir schätzen die allseitig großartige Unterstützung, die beispielhaft ist", betonen Sandra Schmidt und Maximilian Heimler unisono. "Wir wissen es auch zu schätzen, dass viele das Projekt gutheißen und auch helfen, wenn das gebraucht wird." Der Markt Schmidmühlen stehe dem Projekt sehr positiv gegenüber und habe es von Anfang an befürwortet. Bei der Feuerwehr greife jeder mit an und unterstütze das Team.

Rotes Kreuz bildet aus

Das Rote Kreuz in Amberg übernahm die Ausbildung und stellte das Übungsmaterial für die Fortbildungen zur Verfügung. Nur gemeinsam werde man das Projekt auch weiterhin realisieren können. Überwältigend sei auch das positive Feedback aus der Bevölkerung und die Spendenbereitschaft von Privatpersonen und Unternehmen aus der Region. Ohne diese Unterstützung hätte man Notfallausrüstungen und Schutzkleidungen nicht finanzieren können. Besonders motivierend sei für die Helfer ein kleines Wort von den Betroffenen: "Danke." Helfen zu können und dafür ein "danke" zu hören, sei einer der schönsten Momente, weiß Sandra Schmidt.

Das Einsatzspektrum in den letzten Monaten war groß: Von kleineren Schnittwunden bis hin zum schweren Verkehrsunfall oder Reanimation. Letzteres sind natürlich sehr belastende Einsätze, die nicht so schnell an einem vorüber gehen. Man helfe sich aber gegenseitig durch Gespräche im Team. Jeder wisse, wie sich der Andere fühlt. Außerdem gebe es die Möglichkeit, über das BRK die Hilfe eines Notfallseelsorgers in Anspruch zu nehmen.

In den nächsten Monaten soll der Personalstamm noch erweitert und die neuen Helfer weiter ausgebildet werden. (Im Blickpunkt)

Zahlen und FaktenSeit 1. Mai wurden die First Responder Schmidmühlen zu 106 Einsätzen gerufen. Davon entfielen auf Mai 20, Juni 7, Juli 10, August 22, September 9, Oktober 10, November 19 und Dezember 9 Einsätze. (pop)


Helfen zu können und dafür ein "Danke" zu hören, ist einer der schönsten Momente.Ersthelferin Sandra Schmidt


Über 4500 Euro SpendengelderÜber 4500 Euro Spendengelder von Firmen gingen zum Jahresende bei den First Responder ein.

Geld, das die noch im Aufbau befindliche Gruppe für die Finanzierung von Ausrüstung verwendet. Mit einem Dankeschön-Abend bei Punsch, Plätzchen und Lebkuchen bedankten sich Feuerwehr-Kommandant Jürgen Ehrnsberger im Namen der First-Responder für die Geldspenden von Firmen, Selbstständigen und Gewerbetreibenden. Auch viele Vereine unterstützten die Engagierten. (pop)
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