12.12.2017 - 20:00 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Karl Scheuerer bleibt Obmann der Feldgeschworenen Siebener Geheimnis wird bewahrt

Karl Scheuerer wurde bei der turnusmäßigen Versammlung der Feldgeschworenen in Schmidmühlen erneut zum Obmann gewählt. Sein Stellvertreter ist Christian Lautenschlager. Neu in den Kreis der Feldgeschworenen im Markt Schmidmühlen wurde Johann Mehringer nach dem Ausscheiden von Georg Hummel, der mehr als 50 Jahre dieses Amt ausgeübt hatte, aufgenommen.

Sie sind die Feldgeschworenen für den Markt Schmidmühlen (von links): Christian Lautenschlager, Obmann Karl Scheuerer, Herbert Fleischmann, Johann Mehringer (neu), Bürgermeister Peter Braun, 3. Bürgermeister Martin Bauer und Johann Manglberger. Bild: bö
von Paul BöhmProfil

Dass Grundstücksvermessungen immer eine heikle Angelegenheit sind, wissen die Feldgeschworenen zu erzählen. Immerhin weist das Grundgesetz dem Eigentum einen sehr hohen Stellenwert zu. Mit Grundstücksangelegenheiten sind die Vermessungsämter betraut. Damit alles seine Ordnung hat, werden Grenzen durch das Amt zentimetergenau festgelegt.

Trotz moderner Technik erfüllen heute noch die Feldgeschworenen mit ihrem Mitwirken bei Abmarkungen und der Erhaltung der Grenzzeichen wichtige Aufgaben. In jeder Gemeinde werden vier bis sieben Feldgeschworene bestellt. "Das Amt des Feldgeschworenen", so Bürgermeister Peter Braun bei der Zusammenkunft im Gasthaus Altenbuchner, "ist ein kommunales Ehrenamt, bei dem die Feldgeschworenen durch eine eidliche Verpflichtung ihre gewissenhafte und unparteiische Tätigkeit beeiden. Verschwiegenheit hat oberste Priorität." Die Rechtsaufsicht über die Feldgeschworenen obliegt der Rechtsaufsichtsbehörde der Gemeinde; die Fachaufsicht übt das Vermessungsamt aus. Das Kollegium wird für sechs Jahre gewählt. Dem Kreis der Feldgeschworenen gehören Karl Scheuerer, Obmann; Christian Lautenschlager, Stellvertreter; sowie Johann Manglberger aus Emhof und Herbert Fleischmann aus Winbuch an. Neu in den Kreis der Feldgeschworenen wurde Johann Mehringer aufgenommen. Die Arbeitsgeräte der Feldgeschworenen sind der Meterstab, ein Senkel, Fluchtstäbe, Spaten und Haue, Stoßeisen, Stampfer, Schere und Säge und auch andere Spezialgeräte, je nach Bodenbeschaffenheit. Wie Scheuerer zu erzählen weiß, ist das Siebenergeheimnis in den vergangenen Jahrzehnten durch moderne Messtechnik mehr und mehr in den Hintergrund getreten. Heute rücken die Vermessungsingenieure mit ihren Geräten an und bestimmen die Lage jedes Grenzsteins anhand von Koordinaten zentimetergenau. "Die sagen uns, wo wir die Steine setzen müssen. Wir sind die Arbeiter", erzählt er. "Wenn alle betroffenen Eigentümer zustimmen, dürfen Feldgeschworene fehlende Grenzzeichen wieder einbringen", erklärt Karl Scheuerer. Zuletzt hat man die Feldgeschworenen bei der Vermessung des Wohnbaugebietes Brunnlettberg-West und im neuen Gewerbegebiet Brunnlettberg-Ost gesehen.

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