11.09.2017 - 20:00 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Kirchweih in Emhof fördert Dorfgemeinschaft Beim Baumaufstellen hilft man zusammen

Emhof. Nachdem die jungen Leute in den vergangenen Jahren nicht immer Glück mit dem Wetter hatten, so war der Himmel heuer bayerisch weiß-blau. Mit der Jakobuskirwa in Emhof - übrigens die südlichste im Landkreis Amberg-Sulzbach - finden die Feste in der Gemeinde Schmidmühlen stets einen tollen Abschluss. Auftakt ist auch in Emhof immer das Kirwabaumaufstellen. So war es auch heuer.

Beim Kirwabaumaufstellen waren Technik und Kraft gefragt. Bild: pop
von Autor POPProfil

Altmeister Rudi Werner gab das Kommando. Mit viel "Hau Ruck" ging es ran an die Fichte. Unter den kritischen Augen der Zuschauer war Muskelschmalz gefragt. Um eventuellen Schwächeanfällen vorzubeugen, wurden die Burschen und Männer jeden Alters von den Kirwamoidln mit dem flüssigen Dopingmittel Bier versorgt.

Nach rund eineinhalb schweißtreibenden Stunden war es geschafft: Der stattliche Baum mit den weiß- blauen Kränzen grüßte ins Vilstal. Wenn in einem Dorf Kirchweih gefeiert wird, dann ist es nicht die Angelegenheit einiger weniger Leute, sondern eine Gemeinschaftsaufgabe. Über mangelnde Unterstützung brauchten sich auch heuer die Kirwapaare keine Sorgen zu machen.

Viel Arbeit hängt an so einem Fest. Bereits Tage vorher liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Baum holen, Kränze binden und alles herrichten. Dies ist Aufgabe der Kirwapaare mit einer Aufgabenteilung, die seit vielen Jahrzehnten passt. Augenmaß ist allen voran gefragt. So muss beispielsweise der Abstand der Kränze genau stimmen - steht der Baum, so sind keine Korrekturen mehr möglich. Besondere Aufmerksamkeit gilt immer den Goißn, denn diese müssen während des Aufstellens ein ungeheures Gewicht aushalten.

Auch heuer passte alles - auch wenn das Wetter etwas frisch war - so stand einer zünftigen Kirchweih in Emhof nichts im Wege. Mit dem Kirwabärtreiben am Montag ging die letzte Kirwa in der Gemeinde Schmidmühlen zu Ende.

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