03.09.2017 - 20:00 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Kirwa in Schmidmühlen gestartet Zwangspause beim Aufstellen

Das Kirwabrauchtum hat den Markt Schmidmühlen erreicht. 30 Paare waren für das Holen und Aufstellen des Baumes auf Achse.

Vom Baywagelände ging es mit Musik zum Hammerplatz. Die Moidln sangen und klatschten dabei. Bild: bjo
von Johann BauerProfil

Stolz sind das Oberkirwapaar Max Spies und Anna Dammith auf das 29 Meter lange Wahrzeichen, das am Hammerplatz seinen Standplatz gefunden hat. Die Vorbereitungen liefen genau nach Plan, so dass bereits am Donnerstag die Fichtenstreißln für die Kränze von den Moidln besorgt wurden. Traditionell machen sich am Freitag die Boum auf den Weg in den Wald, um einen Baum zu holen. Heuer machte Dauerregen den Boum zu schaffen.

Der Baum wurde auf das Baywagelände gebracht und zur Bearbeitung vorbereitet. Für die Burschen stand eine anstrengende Nacht auf dem Programm, denn die 29 Meter lange Fichte musste geschält und verziert werden. Vom Abend bis in den Samstagmorgen wurde gearbeitet. Nach Vorlagen wurde "Schmidmühlen 2017" in den Stamm geschnitzt und Verzierungen angebracht.

Baumanschlag verhindert

Daneben wurden Moidln und Boum zur Wache eingeteilt, um sich vor eventuellen Baum-Attacken zu schützen. Für die Mädchen hieß es, die Fichtenstreißln auf die nötige Länge zu schneiden und die drei Baumkränze zu binden. Alle Paare halfen mit. Nur zusammen waren die Arbeiten zu schaffen. Nicht ganz unerwartet hatten sich "Attentäter" am Baumloch in der Hammerstraße zu schaffen gemacht: Sie wollten den Deckel mit Bauschaum verschließen. Doch dies gelang nicht, denn die Boum hatten den Deckel bereits zuvor verschweißt, um etwaigen Anschlägen vorzusorgen.

Am Samstagnachmittag zogen ersten Regenwolken auf. Davon unbeeindruckt folgte der Transport des Baums mit musikalischen Unterstützung von Johann Bauer am Akkordeon zum Hammerplatz. Viel Geschick war erforderlich um den langen Stamm von der Bahnhofstraße dorthin zu bringen.

Die Kirwamoidln saßen auf dem Baum, klatschten und sangen "In Schmidmühln dou is Kirwa, mei liaber, mei liaber" oder "Drei Tog, drei Tog geng ma nimma hoam". Am Ziel angekommen wurde das Monstrum geschmückt. Die drei hergerichteten Kränze wurden mit Ketten befestigt. Kaum hatten die Boum damit begonnen, begann es wie aus Kübeln zu schütten, und so wurde die Aktion unterbrochen.

Blau-weiße Bänder

Die angefertigten Holzherzen mit den jeweiligen Vornamen der 30 Paare wurden nach der Pause am ersten und zweiten Kranz befestigt. Der dritte und die Baumspitze wurden mit blau-weißen Bändern verziert. Beim Anpassen im Baumloch halfen wieder Günter Bauer und Bernd Bauer. Für das nötige Aufstellen war erneut die Firma Fischer mit dem Kran dabei.

Am Abend führten die Paare nach der Vorabendmesse erstmals einen Teil ihrer einstudierten Kirwatänze am Hammerplatz auf. Für die musikalische Unterhaltung im Ochsenwirtstodl sorgte die Steyrer Music Company.

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