24.10.2017 - 20:00 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Sondersignal-Fahrt-Trainer in Schmidmühlen Richtig reagieren in brenzligen Situationen

Zusammen mit der Versicherungskammer Bayern und dem Bayerischen Innenministerium bietet der Landesfeuerwehrverband seit 2013 Maschinisten der bayerischen Feuerwehren ein Verhaltenstraining an. Geübt wird mit einem eigens für diesen Bedarf entwickelten Sondersignal-Fahrt-Trainer.

21 Maschinisten wurden am Sondersignal-Fahrt-Trainer für Einsätze geschult. Auch Aktive aus der Gemeinde Schmidmühlen waren dabei gefordert. Im Bild (links) Schmidmühlens Kommandant und Kreisbrandmeister Jürgen Ehrnsberger. Bild: pop
von Autor POPProfil

Dieser Trainer stand dem Landkreis Amberg-Sulzbach zur Verfügung. "Bei insgesamt sechs Durchgängen bekamen 21 Maschinisten von sieben Wehren Gelegenheit, am Training teilzunehmen", berichtet Schmidmühlens Kommandant und Kreisbrandmeister Jürgen Ehrnsberger.

Aus Schmidmühlen beteiligten sich neun Feuerwehrdienstleistende. Der entsprechende Fahrsimulator war im Gerätehaus aufgebaut. Ehrnsberger: "Da Einsatzfahrten mit Blaulicht und Martinshorn in der Regel mit einem höheren Unfallrisiko verbunden sind, sind wir dankbar, dass mit dem Sondersignal-Fahrt-Trainer ein weiteres Übungsobjekt für die Maschinisten bereitgestellt wird. Das Verhaltenstraining trägt zur besseren Sicherheit für die Einsatzfahrer bei."

Die wesentlichen Inhalte des Lehrganges sind kontrolliertes Verhalten in Stresssituationen, das Wissen um die rechtlichen Grundlagen zu Sonder- und Wegerechten, die Entwicklung von Fahrstrategien und damit einhergehend die Minderung des Unfall- und Schadensrisikos.

Der Sondersignal-Fahrt-Trainer simuliert die unterschiedlichen Verkehrsräume (Stadtverkehr, Landstraße, Bundesstraße, Autobahn), unvorhersehbares Verhalten von Verkehrsteilnehmern, Überholmanöver und Vorbeifahren unter verschiedenen Sichtbedingungen, Gassenbildung in unterschiedlichen Verkehrssituationen, Annähern und Überqueren von Kreuzungen mit verschiedenen Vorfahrtregelungen, plötzliche Ereignisse und Gefahrenwahrnehmung.

Das Fazit der Retter fiel durchweg positiv aus. Dass die Sonder- und Wegerechte explizit behandelt wurden, sprach die Teilnehmer ganz besonders an, ebenso wie die Videoanalyse des eigenen Fahrverhaltens. Den Freiwilligen Feuerwehren in Bayern steht dieser Sondersignal-Fahrt-Trainer jährlich 44 Wochen kostenfrei zur Verfügung. Im vergangenen Jahr haben sich rund 2300 Feuerwehrdienstleistende an diesem Verhaltenstraining beteiligt. Die Kosten in Höhe von 180 000 Euro teilen sich der Freistaat Bayern und die Bayerische Versicherungskammer.

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