18.08.2017 - 20:00 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Wallfahrt zum Habsberg Kniefall für die Gottesmutter

118 Fußwallfahrer der Pfarrgemeinde Schmidmühlen und Umgebung haben sich zu Fuß auf den Weg gemacht. Sie pilgerten zur Kirche "Maria, Heil der Kranken" auf dem Habsberg.

Wallfahrtsleiter Johann Bauer (mit Mikrofon) betete "Maria ich grüße dich". Bild: bö
von Johann BauerProfil

Bei schwülen Temperaturen machten sich 95 Wallfahrer von Schmidmühlen aus auf den circa 25 Kilometer langen Weg zum Habsberg. Die Sanitäter Rupert Koller und Afred Loritz von der Sanitätsgruppe Rohrbach begleiteten die Wallfahrer mit einem Sanka, Rita Geitner mit einem Begleitfahrzeug für Utensilien der Wallfahrer. Vor dem Abmarsch hatte Pfarrer Mattus Jose aus Indien, der als Urlaubsvertretung in Schmidmühlen tätig ist, den Gläubigen den Pilgersegen erteilt. Der Weg der Wallfahrer führte zunächst entlang des Lauterach-Fahrradweges durch Wald und Flur nach Adertshausen.

Dort versorgte Adolf Söldner jun. die Gruppe kostenlos mit Getränken. Die Gläubigen sangen während der Fußwallfahrt Lieder, unter anderem zum Lobpreis Mariens. In Ransbach legten die Teilnehmer eine Rast ein, stärkten sich in der Maschinenhalle der Familie Winter mit Brotzeiten, für die die Dorfgemeinschaft Ransbach sorgte. Weiter ging es zur Schranke des Truppenübungsplatzes. Norbert Wittl vom Büro für Öffentlichkeitsarbeit der US Army begleitete die inzwischen auf 119 Teilnehmer angewachsene Gruppe mit einem Fahrzeug durch den Übungsplatz. Als die Schmidmühlener das militärische Areal verließen, beteten sie den ersten Kniefall. Nach alter Überlieferung gibt es auf der Habsberg-Wallfahrt drei Stellen, an denen sich in früheren Jahren die Wallfahrtskirche den Gläubigen zeigte. Der Kniefall ist ein Gruß an die Gottesmutter. "Maria ich grüße dich, Maria ich grüße dich 33 000 Mal, so wie dich der heilige Erzengel Gabriel gegrüßt hat", betete Wallfahrtsleiter Johann Bauer. Gegen 18.10 Uhr erreichte die Gruppe den Habsberg, Dekan Elmar Spöttle hieß sie willkommen. In seiner Predigt ging er auf das Hochfest der Aufnahme Mariens mit Leib und Seele in den Himmel ein. "Gewiss freue ich mich, wenn die Kirchenbänke besetzt sind, und traurig stimmt es mich, wenn ich nur den leeren Bänken predigen muss." Mit der Predigt sei es wie mit dem gekochten Essen. Am Herd könne man viel und gut kochen. Doch das Essen werde erst dann gut, wenn es den Gästen schmecke und sie nähre. "Wir preisen Maria an ihrem Festtag selig, weil sie uns den Retter geboren hat und weil Gott sie mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen hat", betonte Dekan Spöttle. Die Lichterprozession beschloss die Wallfahrt.

Gewiss freue ich mich, wenn die Kirchenbänke besetzt sind, und traurig stimmt es mich, wenn ich nur den leeren Bänken predigen muss.Dekan Elmar Spöttle
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